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von Mona-Sophie Wieland am Montag, 14.09.2026 um 12:05

Leonberg: Besondere Siege für Linda Jung und Christian Ziegler

Linda Jung und Qu'est-ce que c'est führten die Intermediaire I von Leonberg an.  /  © privat

Das Dressur- und Springturnier in Leonberg verfügte einmal mehr über beste Stimmung, eine umfangreiche Ausschreibung und guten Sport. Dabei zeigte sich sowohl in den S-Dressuren als auch im S-Springen mehr als besondere Geschichte.

Linda Jung fasste es abschließend treffend zusammen: „Schöner hätte man die Geschichte nicht schreiben können.“ Die Dressurausbilderin aus Renningen sicherte sich zum Abschluss des Leonberger Dressur- und Springturniers im Sattel von Qu’est-ce que c’est den Sieg in der Intermediaire I. Doch es war nicht irgendein Sieg. Neben einem neuen Personal Best von 73,8 Prozent stellte der Leonberger Sieg der noch fehlenden Sieg für das Goldene Reitabzeichen von Linda Jung dar. „Dass der zehnte S-Sieg und damit das Goldene mit einer solchen Runde, mit einer solchen Prozentzahl und dann auch noch im Nachbarort, Leonberg, am zweiten Tag passiert, sollte anscheinend einfach so passieren. Auch dass es am Samstag in der S* 'nur' der zweite Platz war, passt irgendwie genau in die Geschichte. Somit war Sieg zehn auch noch das Personal Best. Das Goldene mit einem einzigen Pferd, das man auch noch selbst ausgebildet hat und diese Verletzungsgeschichte hinter sich hat, ist natürlich auch nochmal was ganz Besonderes und kaum in Worte zu fassen“, erläuterte Linda Jung. Der Sieg fiel verdient überlegen aus. So gelang dem Erfolgsduo eine Runde wie aus einem Guss oder wie es Linda Jung beschrieb: „Die Runde war die beste, die wir jemals hatten. Es hat alles gepasst, es war leicht, es war ein Zusammen. Kessi hat gewusst, was kommt und hat drauf gewartet, bis ich ihm sage, jetzt. Er hat zugehört und mitgedacht.“ Dahinter folgte der Sieger der Vortages-S*-Dressur, Timo Kemmerer. Kemmerer punktete sich mit der erst achtjährigen, selbst gezogenen FBW Farani zu 69,7 Prozent und verwies damit Naomi Boncium mit Mercedes Zee (69,1 Prozent) auf Rang drei. Die Schülerin von Meike Lang befindet sich aktuell einfach in konstanter und aufsteigender Form. Hans-Peter Bosch mit Fanfarron (68,2 Prozent) und Martina Steisslinger mit Naughty Secret (68 Prozent) komplettierten die Top5.

Aber kommen wir noch zur ersten S*-Dressur des Turniers: Hier gab, wie gesagt, Timo Kemmerer mit der bewegungsstarken FBW Farani den Ton an, und das in ziemlich überlegener Art und Weise. Sie punkteten sich mit Highlights wie beispielsweise den weit kreuzenden Trabtraversalen oder den topzentrierten Galopppirouetten mit hoher Lastaufnahme zu 72,1 Prozent. Übrigens stammt die vielversprechende Stute aus Kemmerers früherer Grand Prix Erfolgsstute Sunny Girl. An diesem Tag folgten Linda Jung und Qu’est-ce que c’est (70,2 Prozent) noch auf Platz zwei vor Naomi Boncium mit Mercedes Zee (69,6 Prozent). Kim Schönland komplettierte mit der wiedergenesenen Lausanne (68,7 Prozent) und Veronika Gerasimova mit Dualibre (68,4 Prozent) das Podest.

Ein zu erwartender Sieg

Christian Ziegler sicherte sich mit Crescentino den ersten gemeinsamen S-Sieg.  /  © Bambi Fotografie

Die Leonberger hatten natürlich auch im Springen so einiges zu bieten und so zeigten sich die Springprüfungen topbesetzt. Im Höhepunkt, einem Springen über 1,40 Meter, hatte dann aber das heimische Publikum allen Grund zum Jubeln. So setzte sich der Leonberger Christian Ziegler verdient an die Spitze. Für Ziegler war es ein wahrer Gänsehautmoment. Seinen letzten S-Sieg feierte er 2018. In den letzten Wochen hatte er sich mit dem neunjährigen Crescentino bereits Top-Platzierungen gesammelt, wodurch der S-Sieg nun wahrlich in der Luft lag. Dass es nun in Leonberg vor heimischer Kulisse klappt, ist natürlich doppelt schön. Crescentino kennt man noch unter dem Sattel von Markus Kölz, der den Wallach bis letztes Jahr erfolgreich in M- und S-Springen vorgestellt hatte. Christian Ziegler stellt Crescentino seit diesem Jahr auf Turnieren vor und das hocherfolgreich. In Leonberg setzten sich die beiden im Punktespringen der Klasse S mit voller Punktzahl und einer Zeit von 67,56 Sekunden in überlegener Art und Weise gegen Julian Stahl mit Danger Mouse (71,24 Sekunden) durch. Doch das war nicht der einzige Erfolg für Stahl: Im Sattel von Lucinda Princess folgte Stahl auch auf dem dritten Platz vor Annick Schulte mit Could be Easy.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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