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von Roland Kern am Montag, 24.08.2026 um 12:58

Marbach: Besondere Siege und ein klares Fazit

Leonie Moll sicherte sich in der Jungpferde-S-Dressur einen Doppelsieg.  /  © D. Matthaes

Das Dressurfestival in Marbach hat einen schönen Abschluss gefunden. Denn am Finaltag spielte nicht nur das sonnige Wetter mit. Nein, es gab auch so einige emotionale Siege zu feiern.

Ein eingespieltes Team

Die Nachwuchspferde fanden ihr Finale in einer S*-Dressur auf Trense. Bereits am Freitag lag der erste S-Sieg des achtjährigen Secret-Nachkommens Soccx in der Luft. Unter dem Sattel seiner Ausbilderin und Besitzerin Leonie Moll hatte sich der Wallach in den vergangenen Wochen etliche Top-Platzierungen gesichert und die erste S-Dressur von Marbach auf Rang zwei beendet. Am Sonntag sollte es aber so weit sein: Die beiden durften sich über den ersten gemeinsamen S-Sieg freuen und das mit starken 72,1 Prozent. „Socke hat mir ein tolles Gefühl gegeben. In der Schritttour kam plötzlich Wind auf und die Schirme flatterten ziemlich. Davon hat er sich aber überhaupt nicht beirren lassen und blieb voll bei mir“, beschreibt Leonie Moll und fügt hinzu: „Allgemein fällt ihm alles sehr leicht und er lernt schnell. So langsam wird es auch in der Prüfung losgelassener und sicherer. Letztes Jahr hat er sich in Marbach seine erste S-Platzierung gesichert und nun der erste S-Sieg. Das ist wirklich besonders.“ Die Prüfung der beiden zeigte sich bei bestem Seitenbild wie aus einem Guss, wobei besonders die Trabseitengänge, die sicher ins Bergauf gesprungenen Serienwechsel sowie die Galopppirouetten mit guter Lastaufnahme hervorzuheben sind. Doch damit nicht genug: Auch auf dem zweiten Platz folgte die Schülerin von Jürgen Bimmel. Im Sattel des ebenfalls achtjährigen Secret-Nachkommens Sheldor sicherte sie sich mit 70,9 Prozent vor Stephanie Witzemann mit Quadronoir (68,8 Prozent) die silberne Schleife. Ein Doppelsieg, der eine beeindruckende Teamleistung ist. „Ich trainiere mit Jürgen nun schon seit sieben Jahren. Dementsprechend kennt er Socke, den wir dreijährig gekauft haben, ebenso von Anfang an und in- und auswendig. Jürgen schafft es immer, mich gerade auf dem Turnier auf den Punkt vorzubereiten und gibt mir auf dem Turnier, aber auch im Training, immer ein gutes sowie sicheres Gefühl“, beschreibt Leonie Moll, die bereits in ihrer Nachwuchsreiterzeit zu den erfolgreichsten Talenten im Ländle zählte.

Als Fohlen entdeckt

Solch ein selbstgemachter Erfolg zeigte sich auch bei den Amateuren. Als letzte Starterin rollte Amelie Besenfelder das Feld von hinten auf und sicherte sich mit Lady Sunshine (69,7 Prozent) den Sieg. Die beiden kennen sich wahrlich in- und auswendig. So hat Amelie Besenfelder die zwölfjährige Stute als Fohlen gekauft und selbst ausgebildet. Die beiden verdrängten Anna-Lena Kastner mit Fürst Farbenfroh (69,5 Prozent) und Franziska Betz mit Fiorello (69,2 Prozent) auf die Plätze zwei und drei. Ein eingespieltes Team, ja zu diesem Paar fehlen einem so langsam wahrlich die Worte, sind auch Ann-Cathrin Rieg und ihr Steendieks Derrick. Die beiden sicherten sich nach dem Sieg in der ersten Dreisterne-S-Dressur von Marbach auch den Sieg in der Intermediaire II am Sonntag. Dabei befanden sie sich mit einer technisch äußerst sicheren Runde und 73,7 Prozent in einer eigenen Liga. Dahinter folgten die beiden Amateure Nicole Isser mit FBW DiCaprio (69,8 Prozent) und Markus Schetter mit Duke Rubin (67,6 Prozent). Kira Schwegler mit Eigenwijs (67,3 Prozent) folgte auf Platz vier. Und am Tagesende zog Frank Reutter ein klares Fazit: "Wir sind mit dem Turnierverlauf und den Starterfeldern hochzufrieden!"

Roland Kern (Redaktion)

Der Ruhepol der Redaktion, der im Notfall immer noch eine Lösung parat hat. Die Stimme (The Voice) von Reiterjournal-TV, hat selbst Pferde bis zur Klasse S ausgebildet und kennt keinen Feierabend.

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