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von Mona-Sophie Wieland am Montag, 31.08.2026 um 10:51

Warendorf: Marracudo FBW mit Top10-Platzierung und Auszeichnung für Alexander Schill

Pia-Luise Baur und Marracudo FBW sprangen bei den Sechsjährigen in die Top10.  /  © Christian Beeck

39 Pferde hatten sich über die Addition der Wertnoten aus den beiden Qualifikationen zum Springfinale der sechsjährigen qualifiziert, das als Zwei-Sterne-M-Springen nach Strafpunkten und Zeit mit Stechen um den Sieg ausgetragen wurde. Dabei stellte der Springpferdezuchtverband Oldenburg-International mit zwölf Pferden das größte Kontingent, gefolgt von Holstein (10), den DSP-Verbänden (7), aufgeteilt in Brandenburg-Anhalt mit vier, Baden-Württemberg mit zwei und Bayern mit einem Pferd), Westfalen und Hannover (je 4) und Rheinland (2).

Neun Pferde blieben strafpunktfrei, und nach dem Doppelerfolg bei den Fünfjährigen war Sophie Hinners (Viernheim) auch bei den Sechsjährigen der Sieg nicht zu nehmen, und es war erneut ein Holsteiner Pferd, mit dem sie ganz vorn stand: Der schwarzbraune Wallach Cincinnatti (v. Comme il faut NRW-Cardento-Barnaul xx-Coorado I-Renomee-Roman-Anblick xx, Stamm 2666, Z.: Michael Eitel, Freihung), fast sechs Sekunden Vorsprung zum Zweitplatzierten. Das war Patrick Hengstebeck (Heiden) mit der braunen Westfalenstute Daenerys von Leblich (v. Diamant de Casall-Chaman-Contender-Colman-Mentor-Corleone-Calando I, Holst. Stamm 162, Z.: Franz Becker). Drei strafpunktfreie Runden gab es in diesem Stechen, und den dritten Platz belegte Stefan Engbers (Südohn-Oeding) mit dem einstigen westfälischen Siegerhengst, der eine OS-Identität hat: der braune Con Touch RS (v. Conthargos-Casall-Cassini I-Exkurs-Leuthen II, Holst. Stamm 4025, Z.: Hans-Jürgen Heitmann). Damit standen zwar Pferde dreier verschiedener Verbände vorn, die allerdings alle einem Holsteiner Stamm entspringen.

Der hoch favorisierte Sieger beider Qualifikationen (9,1 bzw. 9,5), der Warendorfer Landbeschäler Arcassio FRH (v. Alaba-Darco de Revel-Cassini Boy Junior-Loran-Chambertin-Calypso II, Holst. Stamm 4705, Z.: Josef u. Christiane Wilbers, Weeze) und seine Reiterin Jana Fink (Milte-Sassenberg): Der braune Rheinländer Hengst, zudem auch Vorjahres-Bundeschampion der Fünfjährigen, hatte im Finale einen Abwurf.

Besonders stark präsentierte sich erneut Alexander Schill: Nach dem Titelgewinn mit Clarimero bei den siebenjährigen Springpferden, legte der Südbadener "nach". Im Finale der sechsjährigen Springpferde reihte er sich mit dem gewaltigspringenden Hardy (v. Hickstead White-Goldfever) auf Platz fünf ein. Die beiden kassierten im Stechen einen ärgerlichen Abwurf, die Zeit hätte für den Vizetitel gereicht. Doch dem nicht genug: Sowohl sein Hardy als auch sein Bundeschampion of the year wurden als "Youngster of the year" ausgezeichnet. Besser geht's nicht! "Mir ist wichtig, dass ich den Pferden Sicherheit gebe. Ich möchte einen gleichmäßigen Rhythmus haben. Am Ende ist es für die Pferde ein Turnier wie jedes andere. Ich versuche meinen Pferden zu vertrauen. Warendorf ist einfach etwas Besonderes, weil dort die besten jungen Pferde Deutschlands zusammenkommen. Man bekommt einen sehr guten Vergleich und sieht, wo man mit seinen eigenen Pferden steht. Und natürlich ist es schön, wenn man die Entwicklung der Pferde über die Saison verfolgt hat und dann dort dabei sein darf", hatte Schill vorab erläutert. Viel erfolgreicher hätte es für ihn wohl nicht laufen können.

Etwas Pech hatten Pia-Luise Baur und Landeschampion Marracudo FBW (v. Million Dollar-Candillo, Z.: ZG Joos). Im ersten Umlauf hatten sich die beiden in Topform präsentiert, wobei im Stechen dann einfach nicht das letzte Quäntchen Glück auf ihrer Seite lag. Nach zwei Abwürfen reihten sie sich dennoch auf einem guten neunten Platz ein. Apropos Quäntchen Glück: Frank Wieland und der Sieger der zweiten Finalqualifikation, Chacooretto PS (v. Chacoon Blue-Cornet Obolensky, Z.: Gestüt Lewitz), kassierten gleich im ersten Umlauf einen Abwurf. Am Ende wurde es Rang 23. 

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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