Aachen: Richard Vogel und United Touch gelingt der große Coup
Es war ein Moment für die Geschichtsbücher: Richard Vogel und United Touch S siegen im Grand Prix von Aachen.
In eigener Liga
„Für mich geht ein Kindheitstraum in Erfüllung“, freute sich Richard Vogel und fügte hinzu: „Wir haben wohl alle Freudentränen vergossen“. Richard Vogel und United Touch S haben beim „TSCHIO“ in Aachen einmal mehr gezeigt, dass sie aktuell eines der weltbesten Paare, wenn nicht sogar das beste Paar im Springparcours sind - oder wie es Richard Vogel selbst beschrieb: „United hat einmal mehr der Welt gezeigt, was für ein unglaubliches Pferd er ist. Er will immer alles geben“. Das brachte es treffend auf den Punkt. Die beiden Umläufe des 1,60 Meter hohen Parcours meisterten die beiden in völliger Leichtigkeit. Diese Leichtigkeit war nicht bei allen zu sehen, denn der Parcours hatte es wahrlich in sich. Schlussendlich ergab sich ein Stechen aus drei Paaren. Richard Vogel mit United Touch S, Sophie Hinners mit Iron Dames Singclair und José Maria Larocca mit Finn Lente. Die Dame im Bunde musste vorlegen und Sophie Hinners meisterte dies einmal mehr mit Köpfchen. So legte sie nicht das letzte Risiko ein, setzte die beiden Herren aber mit einer flüssigen Nullrunde unter Druck. Sollte die Zeit von 51,62 Sekunden für den Sieg reichen? Die Antwort hatte Richard Vogel bereits als nächster Stechteilnehmer. Schon bevor die beiden den Stechparcours begannen, war klar: Die Grundgaloppade des 14-jährigen Untouched-Nachkommens aus der Zucht von Julius-Peter Sinnack ist einfach unschlagbar und für Plätze wie die Aachener Soers gemacht. Diese Stärke wusste Richard Vogel erneut auszuspielen. Mit gewissem Risiko, kleinsten Wendungen, aber dennoch voller Kontrolle beendeten die beiden ihre bärenstarke Runde in einer Zeit von 45,57 Sekunden. José Maria Larocca riskierte mit Finn Lente alles, doch an die Zeit von Vogel sollte der Argentinier bei Weitem nicht kommen (47,36 Sekunden). Damit stand fest: Die Europameister von 2025 dürfen sich erstmals auf die Siegertafel von Aachen eintragen. Ein Sieg, der längst ausstand, und wer weiß, vielleicht war das ein klarer Wink in Richtung WM oder besser gesagt eine auf dem WM-Platz mehr als gelungene Generalprobe. Ein schönes „Goodie“ gab‘s noch obendrauf: Für seinen Sieg bekommt Richard Vogel 450.000 Euro – dazu kommen weitere 500.000 Euro, weil er bereits beim ersten Turnier der Grand Slam Serie in s’Hertogenbosch gewonnen hat. Besser geht’s nicht - oder wie es Richard Vogel abschließend zusammenfasste: „Es ist ein unvergesslicher Tag!“
Für Baden-Württemberg lief es auch in den weiteren Aachener Prüfungen gut. Richard Vogel sicherte sich mit dem United Touch-Sohn United Call in den Youngster-Springprüfungen weitere Platzierungen und platzierte sich mit Phenyo van het Keysersbos in weiteren Springen. Hans-Dieter Dreher beendete ein Springen über 1,55 Meter mit Harley de la Cense auf Rang fünf.
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