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von Sabine Wentsch am Samstag, 11.05.2024 um 16:09

CCI Marbach: Franzosen dominieren Vier-Sterne-Prüfung

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Vor rund 8000 Zuschauern, die sich am Nachmittag bei einem leichten Lüftchen und viel Sonnenschein am Rande der Geländestrecken verteilten, fiel auch im Cross der CCI4*-S die Entscheidung. Dabei ließen sich die Franzosen, die in Marbach, ebenso wie die Deutschen um eine Sichtung für die Olympischen Spiele reiten, die Butter nicht vom Baguette nehmen und führen das Ranking aktuell auf den Plätzen eins bis vier an. Auf die Spitzenposition galoppierte nach einer, wie an der Schnur gezogenen Runde der Teamgold- und Einzelsilbergewinner der Olympischen Spiele von Rio 2016, Astier Nicolas im Sattel von Babylon de Gamma. Bei ihrem Ritt ließen die beiden nichts anbrennen und brachten ihr Dressurergebnis von 28 Punkten sicher ins Ziel. Mit zwei Zeitfehlern und einem Punktestand von 28,7 Zählern beendeten Nicolas Touzaint und der elfjährige Selle Francais Wallach Diabolo Menthe das 4*-Gelände und liegen damit auf Platz zwei vor dem abschließenden Springen. Der größte Sprung nach vorn im Ranking, nämlich von Platz 13 auf den aktuell dritten Rang gelang Gireg le Coz, der auf Aisprit de la Loge mit einem Dressurergebnis von 30,1 Punkten aus dem Gelände kam. Karim Florent Laghouag geht mit Ebrun de Reno und einem Zwischenresultat von 30,8 Punkten vom vierten Platz aus ins abschließende Springen. Ruhig angehen mit einer kontrollierten Runde ließ es der bis dato Führende Michael Jung im Sattel von fischerChipmunk der so sechs Zeitfehler in Kauf nahm und mit 31,3 Punkten momentan Platz fünf einnimmt.­­­­­ „Michi ist herausragend geritten und hat sich mit Chipmunk sehr gut in Szene gesetzt. Ich denke er hat es nicht darauf angelegt ganz nach vorn zu reiten und teilt die Kräfte seines Pferdes ein“, analysierte Bundestrainer Peter Thomsen den Ritt. „Ich bin seit über 20 Jahren Fan des Marbacher Turniers. Dieses Jahr war es mit tollem Sport und dem sonnigen Wetter an Schönheit kaum zu überbieten“, ergänzte Thomsen in seinem Fazit. Im Hinblick auf die Sichtung für Paris betonte der Bundestrainer, dass die Ergebnisliste ein Indikator sei, diese analysiert­­ und dann an den entsprechenden Schrauben gedreht werde.  Wer letztendlich die Nase im CCI4*-S von Marbach vorne hat, wird sich morgen entscheiden, wenn ab 12 Uhr der erste Starter in den Parcours geht.

„Die Premiere der 4*-L war trotz des kleinen Starterfeldes sehr gelungen. Die neue Trasse ließ sich gut reiten und wurde von den Reitern gut angenommen. Wir haben tollen Sport gesehen und versuchen diese Prüfung im Programm zu lassen“, so die sportliche Leiterin der Veranstaltung Iris Goedicke- Ruggaber. ­­­­­­„Ich freue mich über den schönen Sport, den wir heute hier sehen. In der langen 4* war es wunderbar die Pferde über die alte, neu entdeckte Schleife auf der Strecke galoppieren zu sehen“, zeigte sich auch Dr. Astrid von Velsen-Zerweck zufrieden und richtete ihren Dank an das engagierte Team der Internationalen Marbacher Vielseitigkeit. Auch von dessen Seite aus gab es viel Lob für die Zusammenarbeit mit dem Gestüt und nicht zuletzt auch an die über 200, zum „großen Teil, ehrenamtlichen Helfer“, wie Turnierleiter Dieter Aldinger betonte.

Sabine Wentsch (Ständige Mitarbeiter)

Sabine Wentsch verschrieb sich nach dem Lehramtsstudium in Deutsch und Geographie dem Journalismus. Seit mehr als 15 Jahren gehört sie als ständige externe Mitarbeiterin fest zur Reiterjournal Redaktion. Ihr Steckenpferd ist die Vielseitigkeit.

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