Stuttgart German Masters: Die Vorfreude steigt
Die Stuttgart German Masters, die vom 15. bis 19. November in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle stattfinden werden, warfen im Rahmen einer Auftakt-Pressekonferenz die ersten Schatten voraus. „Der Ticketverkauf läuft sehr gut“ freute sich Projektleiter Claus Lederer gleich zu Beginn des Pressegesprächs. Rund 30.000 Tickets seien bereits verkauft worden. „Am Samstag wird es schon eng“. Die Verantwortlichen seien sich sicher, dass starke Vorjahresniveau an verkauften Tickets wieder zu erreichen. Während im Programm der Stuttgart German Masters nur wenige Veränderungen stattgefunden haben, so birgt der sich ständig wandelnde Außenbereich der Schleyer-Halle Jahr für Jahr neue Herausforderungen. Lederer erklärt: „In diesem Jahr mussten wir den Stallbereich wieder an eine andere Stelle setzen, davon versprechen wir uns aber auch logistische Vorteile.“
Im sportlichen Programm dürfen sich die Besucher der diesjährigen Stuttgart German Masters wieder auf drei Weltcup-Stationen in Springen, Dressur und Fahren freuen. Steve Guerdat, der eigens für die Presse-Konferenz nach Bietigheim-Bissingen eingeflogen worden war, führt die Nennungsliste der Springreiter an. Anfang September war der Schweizer nach fünf von fünf fehlerfreien Runden Europameister der Springreiter in der Einzelwertung mit seiner Franzosen-Stute Dynamix de Belheme in Mailand geworden. Eben mit jener Stute, mit der der Eidgenosse im vergangenen Jahr Zweiter im Großen Preis von Stuttgart geworden war. Nun freudige Gewissheit: Guerdats Wunderstute wird in Stuttgart wieder an den Start gehen! „Ich plane mit Dynamix langfristig für die Olympischen Spiele in Paris im nächsten Jahr. Nach einer längeren Pause wird die Stute zunächst ein Zwei-Sterne-Turnier in der Schweiz gehen, dann in Lyon und dann in Stuttgart. Dann wird sie wieder Pause bis Februar haben.“ erklärt Guerdat. Zwei bis drei weitere Pferde wird er mit nach Stuttgart bringen, für das Masters-Springen am Freitagabend oder auch das Hauptspringen am Samstagabend.
Neben Steve Guerdat dürfen sich die Gäste der Stuttgart German Masters auf hochkarätige Namen wie den Weltranglisten-Zweiten Julien Epaillard freuen oder Yuri Mansur. Aus deutscher Sicht haben bereits Richard Vogel und Hansi Dreher ihr „Heimspiel“ angekündigt, ebenso werden Daniel Deusser, Gerrit Nieberg und Jana Wargers am Start sein. Nennungsschluss ist allerdings erst Ende Oktober. Im Viereck ist aus dem deutschen EM-Quartett mit Isabell Werth und Matthias Alexander Rath zu rechnen. Auch Dorothee Schneider und Fabienne Müller-Lütkemeier freuen sich auf ihren Start in Stutt. Ebenso die Aufsteiger Raphael Netz, Bianca Nowag-Aulenbrock und Katharina Hemmer. Bei den Fahrern stehen die sechs Teams, die in Stuttgart um Weltcup-Punkte kämpfen werden, bereits fest: Lokalmatador Michael Brauchle wird die deutschen Farben vertreten, der Schlossermeister aus Aalen erhält die Wildcard. Mareike Harm wird sich gegen die Weltspitze des Fahrsports behaupten wollen: Boyd Exell, Ijsbrand Chardon, Kos De Ronde und Jérome Voutaz.
Das Indoor-Derby ist in diesem Jahr erstmals international ausgeschrieben, aber nach dem bewährten Modus aus dem letzten Jahr. „So wird die Prüfung auch im internationalen Turnierkalender gesehen.“ erklärt Turnierleiter Kai Huttrop-Hage. Multi-Champion Michael Jung wird jedenfalls am Mittwochabend versuchen, seinen zehnten Sieg im Indoor-Derby klar zu machen. Der Mittwochabend verspricht so oder so einige Highlights. Beim Showabend dürfen sich die Zuschauer nach einem spannenden Reit-Triathlon sechs baden-württembergischer Reiter auf eine bezaubernde Show von Jean-François Pignon freuen. Der weltbekannte Franzose wird zwölf Pferde mit nach Stuttgart bringen. Der Abschluss des Showprogramms wird eine Dog-Agility-Vorführung mit einer Stafette aus Ponyreitern sein. (akb)
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