Starke Eindrücke aus Zeutern
Das Oster-Dressurfestival in Zeutern ist erwartungsgemäß ein echter erster Saisonhöhepunkt im Dressurviereck –in der Großen Tour, die am Samstag begonnen hat, aber wahrlich nicht nur dort.
Der Auftakt der Großen Tour endete standesgemäß – nachdem allerdings Dorothee Schneider aus persönlichen Gründen kurzfristig ihre Starts zurückziehen musste. Der hessische Ausbilder Thomas Wagner ist dadurch zur Nummer eins der Zeuterner Drei-Sterne-Prüfungen geworden. Er siegte mit deutlichem Vorsprung und unangefochten im Sattel des zwölfjährigen Westfalen Filigrano Marone mit einem Ergebnis von 71,6 Prozent – rund 20 Punkte vor der Luxemburgerin Mandy Zimmer mit Dragon Welt. Starke Baden-Württemberger folgten auf den Plätzen: Landesmeister Timo Kemmerer mit seinem neunjährigen DSP-Württemberger Dantes Zazou aus eigener Zucht. Der Rappe hält jetzt, was er seit Jahren verspricht. Kopf an Kopf mit dem Wiesentaler Versicherungskaufmann: Die als Lehrerin ebenfalls lupenreine Amateurin Madlin Zott im Sattel ihrer weiter gefestigten Württemberger Stute Quadrofina aus der Zucht von Klaus Pfrommer. Erfreulich auch Rang vier: für Nicole Casper mit dem patenten Don Diamond-Sohn Don Lattino.
Die „Inter II“ von Zeutern nutzten eine Reihe von Reitern für eine Drei-Sterne-Premiere, darunter auch der Waiblinger Amateur Markus Schetter mit seiner Neuerwerbung Duke Rubin, einem zwölfjährigen Oldenburger, der von der früheren U25-Europameisterin Julia Piotrowski in den Sport gebracht wurde. Da gibt es noch Abstimmungsbedarf, aber da ist sicher eines der besten Grand Prix-Pferde der Republik im Stall Schetter eingezogen; und Markus Schetter gibt darauf eine sehr respektable Figur ab.
Im den Prüfungen zuvor hatte sich Holga Finken aus Hagen mit der achtjährigen Stute Deltana die Kleine-Tour-Prüfung gesichert, vor den baden-württembergischen Jung-Profis Ann-Kathrin Lindner mit dem siebenjährigen Finagan und Saskia Löwel mit Fürstenballerina Live. Ramona Ritzel aus Bad Wörishofen sicherte sich im Sattel von DSP Zampano mit sagenhaften 73,3 Prozent die erste Prüfung der Jungpferde-Tour (rok/Fotos: Talia Klefenz)
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