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Samstag, 12.11.2022 um 10:02

Stuttgart: Überraschungen in CDI4*-Tour

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Eins steht jetzt schon fest: es wird morgen einen wirklich „neuen“ Titelträger im German Dressage Master geben. Nachdem sich Isabell Werth 2019 zum 16. Mal sowie zum siebten Mal in Folge den Titel sichern konnte, wird sie in der morgigen Entscheidung ihren Titel nicht verteidigen können. Nach Unsicherheiten auf dem Abreiteplatz zog die Dressurqueen ihren 16-jährigen Emilio vom Start zurück. So war die Bahn frei für den heutigen Sieger Matthias Alexander Rath. Im Sattel seines erst neunjährigen Destacado punktete er sich u.a. mit Highlights in ausdrucksstarken Passagen, toll kreuzenden Trabtraversalen, einem top gelassenen starken Schritt mit enorm viel Übertritt (mehrfach mit der Note neun bewertet) und fehlerfreien Serienwechseln zu 74,1 Prozent, was mit deutlichem Abstand der Sieg bedeutete. Der Hengst besitzt sehr große Bewegungen, wodurch er teilweise noch Probleme mit der Balance hat. Besonders in der Piaff-Passage-Tour könnte das Nachwuchstalent noch aktiver aus der Hinterhand durchziehen und sich dadurch noch besser schließen. Die noch teilweise mangelhafte Balance und Kraft zeigte sich auch in den leicht schiefen Einerwechseln sowie in den Galopppirouetten. Hier müsste Destacado aktiver und v.a. kleiner auf dem Hinterbein durchspringen sowie daraus folgend verbessert Last aufnehmen. Alles in allem war dies meckern auf hohem Niveau und das aufstrebende Paar durfte sich verdient über den Sieg freuen. Auf dem zweiten Platz folgte ein wahrlich neues Paar. Soiree d`Amour OLD sammelte unter dem Sattel von Kira Wulferding u.a. den Titel beim Bundeschampionat der dreijährigen Pferde, wurde Fünfte im Finale der Weltmeisterschaften für junge Pferde, nahm im Finale des Louisdor Preises im Jahr 2019 teil und sammelte mit ihr schon Siege in der Königsklasse. Mitte des Jahres wechselte die 13-jährige Stute in den Stall von Carina Scholz. Heute folgte der erste internationale Start der Beiden und ihre Runde wurde zugleich mit dem zweiten Platz belohnt (72,4 Prozent). Die Stute zeichnet sich durch sehr viel Beinfreiheit und Fleiß aus, was sich gleich zu Beginn der Prüfung in toll kreuzenden Trabtraversalen sowie ausdrucksvollen Passagen positiv widerspiegelte. Auch die Piaffen gelangen gut, jedoch könnte die Stute hier noch aktiver von hinten abfußen und sich dadurch mehr schließen. Die Galopptour begann mit tollen Zweierwechseln ins Bergauf. In den Einerwechseln schlich sich ein Fehler ein und auch in den Galopppirouetten könnte sie noch aktiver unterspringen. Alles in allem ein weiteres hoffnungsvolles Paar für die Zukunft!

Auf dem dritten Platz folgte eine baden-württembergische Sensationsleistung. Jasmin Schaudt und ihr zwölfjähriger Wallach Fano stellten in Stuttgart ein neues internationales Personal Best auf (72,1 Prozent). Im Vergleich zu den letzten internationalen Auftritten der Beiden zeigte sich Fano heute deutlich gelassener. So überzeugten sie mit einer gleichmäßigen und ausdrucksvollen Piaff-Passage-Tour. Teilweise könnte der Wallach in den Piaffen hinten noch aktiver abfußen und sich dadurch noch mehr schließen. Auch die Grundgaloppade zeigte sich heute nicht so kratzig wie man sie schon bei Fano gesehen hatte. Die Serienwechsel gelangen fehlerfrei und gut ins Bergauf gesprungen. In den Galopppirouetten verloren die Beiden ein paar wertvolle Punkte. Hier stand Fano nicht optimal vor dem inneren Bein, wodurch sich der Durchsprung nicht optimal gestaltete und Fano leicht überdrehte. Auch in der Trabtraversale nach rechts hätte man sich mehr Stellung und Biegung gewünscht. Ein interessanter Fakt am Rande: Gotthilf Riexinger sah das Paar in der Vergangenheit oftmals schon kritisch. Heute war er mit 75 Prozent der höchste Richter. Das verdeutlicht die heutige wirklich gute Leistung der Beiden. Auf den Plätzen vier und fünf rangierten Kirsten Brouwer mit Foundation und Dorothee Schneider mit Sisters Act. Letztere verlor besonders im Galopp wichtige Punkte, als die Stute teilweise zu stark auf die Hand stützte. Auch die Übergänge aus der Piaffe gestalten sich noch nicht gleichmäßig. Juliane Brunkhorst, Emma Kanerva und Antonio do Vale ritten ebenso in die Platzierung. Auf dem ärgerlichen ersten Reserveplatz rangierte Nicole Casper mit Birkhof`s Don Röschen FBW. Die Stute zeigte sich heute etwas eingeschüchtert vom Stuttgarter Hexenkessel. Gleich beim Einreiten sorgte sie für Aufregung als sie ihre Zunge deutlich zur Seite rausschwenkte. Im weiteren Verlauf der Prüfung zog sie die Zunge hoch, wodurch Nicole Casper keinen konstanten Zug an die Hand hatte und die Stute immer wieder stark auf die Hand stützte. (msb)

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