Stuttgart: Starkes Niveau in Einlaufprüfung des IWEST Dressur Cups
Traditionell haben die Finalisten des beliebten IWEST Dressur Cups die Stuttgarter German Masters am Mittwochmittag eröffnet. Dabei sah man ein klares Rennen und das heißgehandelte Favoritenpaar setzte sich deutlich an die Spitze. Yara Reichert und ihr erst achtjähriger Hengst Springbank II gaben nicht nur bei den letzten beiden Qualifikationen den Ton an, sondern setzten sich auch heute mit 73 Prozent an die Spitze. Der achtjährige Hengst ist das jüngste Pferd des Feldes, was er sich jedoch keines Wegs anmerken ließ. Das Erfolgspaar punktete wieder einmal in enorm ausdrucksstarken Trabverstärkungen sowie super kreuzenden Seitengängen im Trab. Nach einem gelassenen Schritt folgten auch in der Galopptour etliche Höhepunkte, wie toll bergauf gesprungene Serienwechsel und gute Galopppirouetten. Einzig in der linken Galopppirouette hätte der Durchsprung besser erhalten bleiben können. Auch in der heutigen Einlaufprüfung, einer Intermediaire I, sah man das gleiche Bild der letzten Wochen. Denn der ehemalige Ponyeuropameister und Aufsteiger der Saison, Moritz Treffinger folgte mit seinem neunjährigen Treffingers Superstition (71,5 Prozent) auf dem zweiten Platz und war Yara Reichert mal wieder am dichtesten auf den Fersen. Der Junge Reiter stellte seinen Wallach super korrekt vor und am Ende entschied lediglich die Grundqualität der beiden Pferde über den Sieg. Moritz Treffinger punktete besonders in der Galopptour mit optimal eingeteilten und ausdrucksvollen Dreier- und Zweierwechseln. Auch die Galopppirouetten gelangen mit guter Lastaufnahme auf kleinstem Kreis. Die Trabtour zeigte sich ebenso sehr harmonisch und mit Ausdruck. Die Beiden verloren jedoch in den Seitengängen ein paar Punkte, als sich der Wallach teilweise verkantete. Auf dem dritten Platz folgte eine kleine Überraschung. Julia Becker hatte sich schon über die letzten Qualifikationen stets gesteigert und legte heute noch eine Schippe drauf. Im Sattel ihres 16-jährigen Wallachs San Gennaro erhielten sie für ihre sehr gleichmäßige Runde mit Highlights in gut kreuzenden Trabtraversalen, fehlerfreien Serienwechseln sowie kleinsten Galopppirouetten 70,1 Prozent. Im Vergleich zu den letzten Turnieren zeigte sich die Anlehnung stark verbessert. Ann-Kathrin Lindner, Cup-Siegerin aus den Jahren 2018 und 2019, sicherte sich mit Dr. Mops und 68,8 Prozent den vierten Platz. Der zehnjährige Wallach zeigte sich von der Atmosphäre sichtlich beeindruckt. Doch Ann-Kathrin Lindner brillierte einmal mehr mit starker reiterlicher Einwirkung. Nach einem Erschrecken auf der Mittellinie folgte eine schwungvolle Trabtour. Ein besonderes Highlight waren die ausdrucksvollen Serienwechsel. Auch Annika-Berenike Dörr punktete mit guten Serienwechseln und Galopppirouetten besonders in der Galopptour. In der Trabtour zeigte sich Salitos teilweise eng und verkantet. Alles in allem durften sich die Beiden mit 68,3 Prozent über den fünften Platz freuen. Anna-Lisa Stotmeister, Stefanie Lempart und Karen Welz durften sich ebenso über eine Schleife freuen. (msb)
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