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von Laura Bräuninger am Dienstag, 03.11.2026 um 20:22

Richard Vogel auf dem Weg nach Genf

Richard Vogel bleibt auf Erfolgskurs. Nach seinem hauchdünn verpassten Weltcup-Sieg in Lyon steht nun fest, dass der Weltranglistenerste beim Rolex IJRC Top 10 Finale in Genf an den Start gehen wird. Auch von seinem erkrankten Erfolgshengst United Touch S gibt es vorsichtig positive Nachrichten.

Vergangenes Jahr sprangen Richard Vogel und Cloudio auf Rang drei im Rolex IJRC Top 10 Finale.  /  © Lafrentz (Archiv)

Gerade einmal drei Hundertstelsekunden fehlten Richard Vogel am vergangenen Wochenende zum Sieg bei der zweiten Etappe der Longines FEI Jumping World Cup™-Saison in Lyon. Im Sattel seines zwölfjährigen Holsteiners Cloudio lieferte sich der 29-Jährige ein packendes Duell mit dem Franzosen Julien Epaillard. Dieser hatte mit dem Schimmelhengst Le Coultre de Muze bereits eine echte Hausnummer vorgelegt. Fehlerfrei und in 38,17 Sekunden galoppierte der „Flying Frenchman“ vor heimischer Kulisse durch den Stechparcours. Doch Richard Vogel machte es noch einmal spannend. Im Sattel seines zwölfjährigen Holsteiners Cloudio blieb auch er ohne Fehler und kam der Bestzeit gefährlich nahe. Für Vogel blieb ein hervorragender zweiter Platz. 

Die nächste große Herausforderung wartet bereits in wenigen Wochen. Am 11. Dezember treffen beim CHI Genf die zehn besten Springreiter der Welt zum prestigeträchtigen Rolex IJRC Top 10 Finale aufeinander. Zum 25-jährigen Jubiläum führt Vogel als aktuelle Nummer eins der Weltrangliste das hochkarätige Teilnehmerfeld an. Mit Daniel Deußer ist ein weiterer Deutscher qualifiziert, Sophie Hinners steht als erste Reserve bereit. Zu den Konkurrenten zählen unter anderem der amtierende Einzelweltmeister Steve Guerdat, Kent Farrington, Scott Brash und Ben Maher.

Nun stehen für den gebürtigen Schwaben jedoch erst einmal die Stuttgart German Masters bevor.

United Touch S macht kleine Fortschritte

United Touch S ist aktuell an einer Infektion erkrankt.  /  © Lafrentz

Doch bei allen sportlichen Erfolgen dürfte Vogel derzeit vor allem eine Nachricht besonders freuen: Der 14-jähriger Westfalenhengst United Touch S befindet sich auf dem Weg der Besserung. Nachdem der Europameister von 2025 aufgrund einer Infektion zuletzt tierärztlich behandelt werden musste, berichtete Vogel am Rande des Weltcup-Turniers in Lyon von ersten Fortschritten: „Wir machen keine großen Schritte, sondern kleine, aber es geht zumindest in die richtige Richtung.“ Der Zustand des Hengstes sei stabil, auch mental gehe es ihm gut. Eine wichtige Rolle spiele dabei seine langjährige Pflegerin Felicia Wallin, die ihm weiterhin zur Seite steht. Bis zu einem Wiedersehen im Parcours wird es allerdings noch dauern. „Wir tun alles, um ihn so schnell wie möglich wieder gesund zu machen. Aber ich denke, wir sollten nichts überstürzen und ihm genügend Zeit geben“, so Vogel. 

 

Laura Bräuninger (Werkstudentin)

Unterstützt Redaktion und Social Media seit ihrem Praxissemester im Studiengang der Pferdewirtschaft. Schreibt am liebsten über den Springsport und ist selbst erfolgreich bis zur schweren Klasse unterwegs.

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