Best of Bond mit nur elf Jahren gestorben
Er war Finalist beim Bundeschampionat, startete bei den German Masters in Stuttgart und feierte neben etlichen Top-Platzierungen insgesamt elf Siege in S-Dressuren: Best of Bond galt als eines der vielversprechendsten Dressurpferde des Landes. Nun musste der erst elfjährige Wallach nach schwerer, ungeklärter Erkrankung erlöst werden.
Es waren acht gemeinsame Jahre, die Anna-Lisa Stotmeister und Best of Bond miteinander verbanden. Seit seinem dritten Lebensjahr saß sie im Sattel des 2015 geborenen Wallachs und gemeinsam ging es von den ersten Reitpferdeprüfungen bis in die Klasse S. Insgesamt elf S-Siege konnte das Paar feiern. Ihr sportlicher Weg führte die beiden bis ins Finale des Bundeschampionats der siebenjährigen Dressurpferde 2022. Drei Jahre später folgte ein weiterer großer Moment: die Finalteilnahme am iWEST Dressur Cup 2025 in Stuttgart. Best of Bond war damit nicht nur sportlich ein besonderer Partner, sondern auch ein wichtiger Wegbegleiter auf Stotmeisters Weg zum Goldenen Reitabzeichen.
Doch in den vergangenen Monaten änderte sich alles. Best of Bond verlor zunehmend an Gewicht und Kräften. „Von Monat zu Monat und am Ende von Tag zu Tag“, beschreibt Stotmeister die Entwicklung. Mehrere Untersuchungen und stationäre Aufenthalte in der Universitätsklinik Zürich folgten. Die Ursache für die schwere Entzündung der Maul-, Magen- und Darmschleimhaut, die zahlreichen Ulzerationen und den massiven Gewichtsverlust konnte jedoch nicht gefunden werden. Am Ende wog der Wallach nur noch 425 Kilogramm. Aufgrund des Verdachts auf einen bösartigen Tumor im Darm beziehungsweise eine Autoimmunerkrankung wurde zuletzt eine palliative Kortisontherapie eingeleitet. Doch auch diese konnte Best of Bond nicht mehr helfen. Am 30. August musste Stotmeister Abschied nehmen.
„Lange hab ich mich nicht getraut darüber zu schreiben“, beginnt Stotmeister ihren emotionalen Abschied in den sozialen Medien. Es sei kaum in Worte zu fassen, wie sehr es ihr leidtue, dass sie diese Zeilen schreiben müsse und ihr Pferd mit gerade einmal elf Jahren gehen musste. Dabei denkt sie nicht nur an die großen Turniermomente zurück. Es sind auch die gemeinsamen Stunden im Training, im Gelände und auf der Koppel, die für immer bleiben werden. „Durch Dick und Dünn mit Höhen und Tiefen und zahlreichen Erfolgen“, schreibt sie über die acht gemeinsamen Jahre. Für Stotmeister war Best of Bond mehr als ein erfolgreicher Sportpartner Sie nennt ihn ein „Ausnahmepferd“ und einen „Musterschüler“ – und ihr „absolutes bestes und Lieblingspferd im Stall“. Nun müssen die jungen Dressurnachwuchspferde im Stall in große Hufabdrücke treten. „Jetzt wachst du über uns“, schreibt Stotmeister und setzt fort: „Danke, dass ich die Ehre hatte auf deinem Rücken Platz zu nehmen! Dein Huf hat für immer einen tiefen Abdruck in meinem Herzen hinterlassen und ich werde dich für immer in Erinnerung behalten.“
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