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von Mona-Sophie Wieland am Sonntag, 13.09.2026 um 15:30

Ising: Carina Harnisch und DSP Sheldon Cooper so gut wie nie und zwei „erste“ Male

Carina Harnisch und DSP Sheldon Cooper kratzten in der Grand Prix Kür von Ising an der magischen 80-Prozentmarke.  /  © Lafrentz

Das Chiemseefestival feierte gestern unter Flutlicht aus Dressursicht eines seiner Highlights. Die Grand Prix Kür auf dem großen Springplatz stand an.

„Nach Hagen hat er Pause bekommen und ich habe auch Zeit zum Nachdenken gebraucht. Es hatten sich ein paar Sachen eingeschlichen und insgesamt hatte ich das Gefühl, dass es nicht ganz in die richtige Richtung geht. Wir haben dann ganz viel Durchlässigkeitsarbeit gemacht und ich habe versucht, auf mich zu hören. Ich habe wieder mehr auf mein Bauchgefühl vertraut“, erläuterte Carina Harnisch nach dem Grand Prix von Ising, wo sie mit ihrem jetzt elfjährigen DSP Sheldon Cooper ein neues Personal Best und einen überlegenen Sieg eingefahren hatte. In der Grand Prix Kür wendeten die beiden dieses „Erfolgsrezept“ erneut an und sicherten sich auch hier mit 79,8 Prozent ein neues Personal Best sowie den überlegenen Sieg. Für den Louisdor-Preis-Sieger von 2024 war es die zweite Kür überhaupt. Dabei „schrammten“ die beiden verdient nur einen Wimpernschlag an der magischen 80-Prozentmarke vorbei. So geschlossen, aktiv und gleichzeitig im Genick locker hatte man den Wallach bislang auf diesem Niveau noch nie gesehen. Es schien fast so, als ob der Fuchswallach mit gespitzen Ohren die Grand Prix Kür mindestens genauso genoss wie seine Reiterin. Echte Highlights bildeten die gut nach vorne gesprungenen Serienwechsel oder auch die aktiv abfußenden und gleichmäßigen Passagen. Auch die Galopppirouetten gelangen im Vergleich zum Grand Prix in puncto Durchsprung nochmals besser. Unterm Strich war das eine Traumrunde, die Vorfreude auf die nächsten Monate machte. Dahinter erhielt Yara Reichert an ihrem Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk und so schenkte ihr Löwe, wie sie ihren jetzt zwölfjährigen Hengst Springbank liebevoll nennt, einen starken zweiten Platz (76,9 Prozent). Der Hengst zeigte sich insgesamt noch frischer als im Grand Prix und überzeugte mit hohem Schwierigkeitsgrad. Teuer wurde es erneut in den Serienwechseln durch in der Hinterhand kurz gesprungene Wechsel. Franz Trischberger und Sanrico waren den beiden mit 76,8 Prozent dicht auf den Fersen. Die Plätze vier und fünf gingen an Svenja Holzmayr mit Johnson’s (75 Prozent) und Evelyn Eger mit Gossip Girl (74,4 Prozent).

Apropos Yara Reichert: Sie erhielt gleich zwei besondere Geschenke. So sicherte sich ihr erst achtjähriger St. Schufro-Nachkomme Skyline to B seinen ersten S**-Sieg. „Ich hatte eine tolle Prüfung mit Sky. Ich bin begeistert, wie er zugehört hat. Als er zu mir kam, hat er mich gehasst und wollte mich fressen, nun hört er zu. Wir sind ein Team zusammen. Es hat ein ganz großes Herz in diesem großartigen Pferd. Wir lernen zu fliegen“, freute sich Reichert, die sich knapp gegen Ann-Kathrin Lachemann mit Meggle’s Long Island durchsetzte. Die wiedergenesene Lachemann und seit einigen Monaten nun in Bayern beheimatete Dressurausbilderin scheint sich mit den „Meggle“ Pferden bestens zu verstehen. Philipp Mücke komplettierte mit Montgomery (71,3 Prozent) vor Franz Trischberger mit Fürstin Katharina (70,8 Prozent) und Anna Isabella Moßburger mit Floriado (69,8 Prozent) das Podest. Philipp Mücke hatte auch in der S*-Dressur von Freitag allen Grund zur Freude. So hatte er sich hier mit seinem bewegungsstarken Montgomery und 71,3 Prozent an die Spitze des stark besetzten Feldes gesetzt. Christian Alexander Kömpf war ihm hier mit seinem frischgebackenen Bundeschampionatsfinalisten Semenyo (71 Prozent) auf Platz zwei gefolgt. Carina Harnisch mit Secret’s Sensation, Yara Reichert mit Skyline to B und Franz Trischberger mit Fürstin Katharina folgten alle drei punktgleich (70,5 Prozent) auf Rang drei.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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