Bettenrode: Carina Harnisch und DSP Sheldon Cooper werden Zweiter
Der Nürnberger Burg-Pokal ist einer der beliebtesten, nationalen Turnierserien und fördert sieben bis neunjährige Dressurpferde auf ihrem Weg nach oben. Auch bei den Bettenröder Dressurtagen unter der Leitung von Philipp und Christoph Hess machte der Nürnberger Burg-Pokal Halt. Nach ihrem zweiten Platz bei der Qualifikation in Hagen hatte es heute geklappt und Emma Kanerva sicherte sich im Sattel ihres neunjährigen Dimaggio-Sohns ein heißbegehrtes Finalticket. Die beiden punkteten vor allem in der Galopptour mit gut zentrierten Galopppirouetten sowie toll ins Bergauf gesprungenen Serienwechseln. Auch der Schritt gelang mit viel Übertritt. Einzig in der Trabverstärkungen wünschte man sich das Hinterbein noch energischer ab- und unterfußend. Alles in allem setzten sich die beiden mit Abstand und 76 Prozent an die Spitze.
Schon auf Platz zwei gab es aus baden-württembergischer Sicht großen Grund zur Freude. Carina Harnisch und ihr imposanter achtjähriger DSP Sheldon Cooper aus der Zucht von Enrico Schöbel legten nach Platz drei in der Einlaufprüfung heute noch eine Schippe drauf und punkteten sich mit toll kreuzenden Trabtraversalen, kleinsten Galopppirouetten sowie sicheren Vierer- und Dreierwechseln zu 73,4 Prozent. Auch der Schritt gelang losgelassen, wenn auch nicht mit dem größten Übertritt. Einen kleinen Wackler gab es, als der Sezuan Sohn den Galoppwechsel nach der zweiten Galopppirouetten erst einen nach der Hilfe auslöste. Doch das war das einzige kleine Manko. So war auch Christoph Hess, der heute jeden Ritt im Anschluss kommentierte, voll des Lobes. Er zeigte sich vor allem von der großen Zufriedenheit, Losgelassenheit und Harmonie begeistert. Die beiden hatten schon bei der Qualifikation in München Platz zwei belegt. Mit einem weiteren zweiten Platz steigt nun die Chancen für ein Finalticket. Denn hier haben auch die vier am besten bewerteten Zweitplatzierten der Qualifikations-Etappen eine Chance auf die Finalteilnahme. Thomas Wagner und sein sympathischer Escolar-Sohn Escolux mussten sich nach Platz zwei in der Einlaufprüfung heute auf Platz drei einreihen (72,1 Prozent). Ein Umspringen in der zweiten Galopppirouette sowie ein Fehler in den Dreierwechseln kostete wertvolle Punkte.
Drei Etappen stehen nun noch bis zum Finale in der Frankfurter Festhalle an. Weiter geht´s in Elmlohe Ende Juli, darauf folgen die Qualifikationen in Görlitz und Darmstadt-Kranichstein. (msb)
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