Weilheim: Die ersten Weichen sind gestellt
Auch für Württembergs Springreiter fiel am gestrigen Freitag der Startschuss in die Meisterschaft. Benjamin Fischer, Anastasia Wetzstein, Erik Kölz, Lina Hirche und Luisa Sophie Roth heißen die ersten Sieger.
Benjamin Fischer und seine flinke Nike Kikki sind in dieser Saison kaum aufzuhalten. Für den 26-Jährigen ist es der erste Start bei den Württembergischen Meisterschaften – und zum Auftakt setzte Fischer gleich einmal ein dickes Ausrufezeichen. Im ersten Wertungsspringen der Reiter, einem Zeitspringen über 1,40 Meter, setzte sich der Aitracher mit deutlichem Vorsprung an die Spitze des Feldes. Selbst ein Abwurf und die daraus resultierenden vier Strafsekunden konnten das Paar nicht stoppen: Mit seiner kleinen braunen Stute war Fischer am Ende sagenhafte sechs Sekunden schneller als Anastasia Wetzstein, die ebenfalls für flottes Reiten bekannt ist. Die 24-Jährige hatte auf ihre Holsteiner Stute Liviane gesetzt und belegte Rang zwei.
Apropos Anastasia Wetzstein: In der U25-Wertung über 1,30 Meter machte die Titelverteidigerin dort weiter, wo sie im vergangenen Jahr aufgehört hatte – mit einem Sieg. Im Sattel ihrer Erfolgsstute Galita nahm sie die Mission Titelverteidigung fest ins Visier und war über fünf Sekunden schneller als der Rest des Feldes. Ganz überraschend kommt das nicht, schließlich ist die Niederländer-Stute andere Höhen gewohnt. Unter anderem hatten Wetzstein und Galita in Öhringen-Cappel den Großen Preis über 1,45 Meter gewonnen. Mit der Württemberger Stute Charlotte II sicherte sich Wetzstein außerdem Rang drei. Dazwischen schob sich Lenny Maier mit seiner Westfalen-Stute Antonia. Auch sein siebenjähriger Youngster Kingsland M zeigte sich gut aufgelegt und sprang auf Rang vier.
Zurück zum S-Springen: Hinter Fischer und Wetzstein folgte Nationenpreisreiter Sven Schlüsselburg mit der Casall-Tochter Luciana. Dahinter reihte sich der Schwarzwald-Kanadier Nikolaus-Leckebusch Peters ein, der zuletzt international in Samorin starke Erfolge gefeiert hat. Im Weilheimer S-Springen landete Leckebusch mit seiner Erfolgsstute Toulounia Blue S an vierter Stelle; mit seinem schick aufgemachten Hengst Krown Royal HP sicherte er sich zudem Rang fünf. Ebenfalls gut in Form präsentierten sich Jörg Widmaier und seine achtjährige Molly Grey auf Rang sechs. Auch die beiden Titelverteidiger Lea Wiest und Maurice Alshehab mischten zum Auftakt bereits in der Platzierung mit.
Bei den Junioren war Erik Kölz das Maß der Dinge. Mit seiner erfahrenen Stolzenberg-Tochter Cira hatte der Stilist im M*-Springen die Nase vorn. Dass er für die kommenden Tage gleich mehrere Eisen im Feuer hat, bewies Kölz mit Cornel, mit dem er zudem auf Rang drei sprang. Dazwischen schob sich Elin Sorg aus Fronhofen mit dem selbstgezogenen DSP-Wallach Urmel aus der Zucht ihres Opas Alfons Sorg.
Erfreulich präsentiert sich auch das Starterfeld im U16-Championat: 18 Nachwuchsreiter traten zur ersten Wertungsprüfung an – in der Dressur waren es lediglich vier. Den besten Eindruck hinterließ Lokalmatadorin Lina Hirche. Mit ihrer Schweizer Stute Infinity setzte sie sich mit der Wertnote 8,3 an die Spitze. Dicht dahinter folgte Emma Lämmle mit dem Oldenburger Dunhill und einer 8,1. Ein glattes Gut erhielt die Amazone außerdem mit Malou, einer Tochter des Million Dollar (Rang drei).
Auch bei den Ponys ging es bereits um die ersten wichtigen Punkte – und dort knüpfte Luisa Sophie Roth nahtlos an ihre starke Saison an. Das Hasenhof-Talent setzte sich mit Little Laudatio und der Wertnote 8,5 an die Spitze. Valentina Walliser und Discessus Trust folgten mit 8,3 auf Rang zwei. Gleich zweimal ritt Madita Scherrenbacher vom gastgebenden Verein in die Platzierung: Mit Kiriyan van Orchid's erhielt sie eine 8,2, mit DSP Quirinus bedeutete die Wertnote 8,0 den geteilten vierten Platz. Diesen belegte auch Maya Gruber mit King Daimar D.
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