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von Mona-Sophie Wieland am Freitag, 28.08.2026 um 22:26

Warendorf: Bayerische Ausbilderqualitäten bei den Siebenjährigen

Franz Trischberger und Zaubermann sichern sich bei den Bundeschampionaten in Warendorf in der Finalqualifikation der siebenjährigen Dressurpferde Platz zwei.  /  © LL-Foto

Die Finalqualifikation der siebenjährigen Dressurpferde wurde fast schon von bayerischen Ausbildern dominiert. Am Ende gab es drei Finaltickets für den Freistaat.

Besonders stark mischte Franz Trischberger mit. Er sorgte bei den siebenjährigen Dressurpferden für besondere Aufmerksamkeit. So setzte er mit dem Westfalen-Wallach Zaubermann (v. Zoom-Belissimo, Z.: Winfried Albers) als erster Starter mit 77,9 Prozent eine erste Messlatte, an der sich die Reiter lange die Zähne ausbissen. Am Ende wurde es für den bunt gezeichneten, kompakten Wallach Platz zwei. Zaubermann hatte mit hoher technischer Sicherheit überzeugt, wobei die taktsichere und schwungvolle Trabtour, die super herausgearbeiteten Schritttempi und Galopppirouetten mit hoher Versammlungsbereitschaft besonders hervorzuheben sind. Besonders bei Letzterem könnte sich der Wallach mit noch mehr Selbstverständlichkeit im Ganaschenwinkel noch mehr öffnen. Doch das war für den Bayern noch nicht genug: In der zweiten Abteilung sicherte er sich mit dem DSP-Württemberger FBW Emiliano (v. Escolar-Lingh, Z.: Heiner Eppinger) ebenso den zweiten Platz (77,8 Prozent). Im Vergleich zu Zaubermann ein komplett anderer Pferdetyp. Zwar erneut ein bunter Fuchs, aber großrahmiger. Doch erneut wusste die hohe technische Sicherheit zu überzeugen. Hinzu kamen besonders im Galopp etliche Highlights, wie beispielsweise die bereits gut zentrierten Galopppirouetten und die lockeren, schnurgeraden Galoppwechsel. Bleiben wir in Bayern: In der ersten Abteilung komplettierte Christian Alexander Kömpf mit dem Hannoveraner Semenyo (v. Secret-Belissimo, Z.: Bernd Nöthen) (76,9 Prozent) das Podest. Auch bei diesem Paar gab es in der Prüfung so einige „Wow-Momente“. Der langbeinige Wallach aus dem Besitz der Familie Ritzinger überzeugte besonders im Trab und Galopp mit enorm viel Schulterfreiheit und kraftvollem Abfußen. Im Galopp müssen die super nach vorne und ins Bergauf gesprungenen Galoppwechsel besonders hervorgehoben werden. Auch in den Galopppirouetten gefiel die Bereitschaft zur Lastaufnahme, auch wenn er hier die Anlehnung noch zu sehr als Balancierstange nutzte. Dennoch, Hut ab, auch das war eine bärenstarke Runde und die beiden sollte man im Finale im Auge behalten. Aus süddeutscher Sicht gab es noch ein weiteres Finalticket: Anna-Lisa Schepper schnappte sich im Sattel von Birkhof’s Esperanto (v. Escamillo-Quaterback, Z.: Anne Klakow) mit Platz sechs (75,1 Prozent) ebenso ein Finalticket.

Und an der Spitze? Ja, dort wurde gleich zweimal die magische 80-Prozentmarke geknackt. Dabei handelte es sich erneut um zwei bei den Bundeschampionaten in Warendorf bekannte Pferde. Allen voran die Hannoveraner-Stute Felice FRH (v. Fürst Samarant-Riverside, Z.: Rene Janzen). Schon vor zwei Jahren hatte die elegante, gar einem Reh ähnelnde Stute unter dem Sattel ihrer Ausbilderin Greta Heemsoth bei den Bundeschampionaten mit den Siegen in der Finalqualifikation und im Finale der fünfjährigen Dressurpferde Ausrufezeichen gesetzt. Es folgten im vergangenen Jahr Finalstarts bei der WM der jungen Dressurpferde, wozu sie auch in diesem Jahr bereits gehörte. Nun setzte das Erfolgsduo bei der Finalqualifikation der siebenjährigen Dressurpferde die Messlatte gewaltig hoch. Gleich vorneweg: Besonders beeindruckend war die Selbstverständlichkeit, mit der sich Felice FRH durch die Dressurpferdeprüfung der Klasse S „schnurrte“, stets super geschlossen aus dem Hinterbein und schon sehr ausbalanciert. Gleich zum Prüfungsauftakt zeigte sich die Stute in den Trabseitengängen äußerst schwungvoll und elastisch. Im Schritt konnte man, wenn man meckern wollte, den noch nicht ganz großen Vor- und Übertritt „bemängeln“. Im Galopp zählten die sicheren fliegenden Galoppwechsel sowie die bereits gut zentrierten Galopppirouetten mit hoher Bereitschaft zur Lastaufnahme zu den Highlights. Eine Prüfung, die sich insgesamt wie auf Schienen präsentierte und verdient in der technischen Note mit 75,1 Prozent und in der Note für die Qualität und Perspektive mit 88,6 Prozent bewertet wurde. Das machte unterm Strich starke 81,8 Prozent und den Sieg in der ersten Abteilung.

Der Sieg in der zweiten Abteilung ging an Ellen Richter mit dem Oldenburger-Wallach Found Gody (v. Foundation-Vivaldi, Z.: Gestüt Lewitz). Die beiden Siegerpferde hätten wahrlich nicht unterschiedlicher sein können. So handelt es sich bei Found Gody um einen langbeinigen und äußerst großrahmigen Wallach, der hier und da auch noch größere Mühe hatte, diese Größe gepaart mit seinem enormen Bewegungspotenzial „zu verpacken“. Doch Ellen Richter wusste dies einmal mehr bestens zu unterstützen. Found Gody punktete besonders im Galopp, wobei er hier sehr viel Versammlungsbereitschaft zeigte und mit aktiv ins Bergauf gesprungenen Galoppwechseln punktete. Der Trab zeigte sich schwungvoll, teilweise hätte er sich in den Seitengängen aber noch besser tragen dürfen. Der Schritt präsentierte sich klar im Takt, insgesamt hätte er hier den Hals aber noch besser fallen lassen dürfen. Apropos Takt: Die Taktsicherheit des Wallachs war in allen Grundgangarten besonders beeindruckend und so standen am Ende auf der Ergebnistafel in der technischen Note 73,8 Prozent und in der Note für die Perspektive und Qualität 88 Prozent, was unterm Strich 80,9 Prozent für den Bundeschampionats-Finalisten der vergangenen zwei Jahre bedeutete. Eins steht fest: Im Finale wird 

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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