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von Tobias Hemken am Samstag, 22.08.2026 um 23:49

Team Deutschland nach dem Marathon auf Platz vier

Anna Mareike Meier  /  © Lafrentz

Bei der Weltmeisterschaft der Vierspänner in Aachen hat das deutsche Team seine Führung nach der Dressur abgeben müssen. Nach dem anspruchsvollen Marathon rangiert die Mannschaft mit 316,69 Strafpunkten auf Platz vier. An der Spitze liegt Australien mit 308,06 Punkten, gefolgt von den Niederlanden (310,37) und Belgien (310,82). Da die Australier ohne Streichergebnis an den Start gehen, bleibt die Ausgangslage vor dem abschließenden Kegelfahren besonders spannend. Am Sonntag geht es um alles – anschließend werden die Einzel- und Mannschaftsmedaillen vergeben.

Den Auftakt für das deutsche Team machte Christoph Sandmann, der mit Rang elf in der Einzelwertung aktuell das Streichergebnis liefert. Mit seiner Geländerunde war der Fahrer aus dem deutschen Team dennoch zufrieden. „Ich wäre gerne ein bisschen schneller gefahren, aber ich hatte eine Umstellung in meinem Gespann. Das konnte ich heute merken, weil mir mit Don ein sicheres, erfahrenes Pferd gefehlt hat. Deshalb konnte ich nicht ganz das hohe Tempo fahren“, erklärte Sandmann nach der Prüfung. Entscheidend war für ihn jedoch, dass das Gespann fehlerfrei durch den anspruchsvollen Kurs kam: „Ich bin sauber durch, kein Ball, keine Extravolten – eigentlich ist alles gut gelaufen.“

Besser hätte es für Anna Mareike Meier kaum laufen können. Die deutsche Teamkollegin zeigte einen starken Marathon und liegt in der Einzelwertung auf Rang sechs. „Die Pferde liefen fantastisch. Die haben sich schon auf dem Abfahrplatz ganz toll angefühlt, es hat richtig Spaß gemacht heute“, sagte Meier im Ziel. Auch mit den Bedingungen auf dem Kurs zeigte sie sich zufrieden. Lediglich im sechsten Hindernis sei der Boden etwas tiefer gewesen. Ansonsten seien die Böden „wieder top präpariert“ gewesen und hätten sich gut fahren lassen.

Anna Sandmann belegt nach dem Marathon Rang fünf der Einzelwertung. Damit liegen gleich zwei deutsche Fahrerinnen aussichtsreich im Rennen um die Medaillen.

An der Spitze der Einzelwertung hat der Marathon ebenfalls für Veränderungen gesorgt. Boyd Exell aus Australien setzte sich mit 142,34 Strafpunkten an die Spitze. Dahinter folgt der Belgier Dries Degrieck mit 147,72 Punkten. Der nach der Dressur noch führende US-Amerikaner Chester Weber fiel auf Rang drei zurück.

Bester deutscher Einzelfahrer im Marathon war Georg von Stein. Mit Platz sieben in der Geländeprüfung verbesserte er seine Position und liegt vor dem Kegelfahren auf Rang 13 der Einzelwertung. René Poensgen folgt auf Platz 16.

Damit ist für das deutsche Team am Sonntag noch alles möglich. Im Kegelfahren entscheidet sich, ob die Mannschaft den Sprung zurück aufs Podium schafft und welche deutschen Fahrer am Ende um die Einzelmedaillen kämpfen können.

Das Kegelfahren der Vierspänner beginnt am Sonntag um 8.30 Uhr. Danach werden in Aachen die Weltmeistertitel in der Einzel- und Mannschaftswertung vergeben.

Tobias Hemken (Redakteur)

Seine Leidenschaft für Pferdezucht, Reitsport und die Partnerschaft mit dem Pferd prägen seinen Werdegang. Nach dem Studium des Equine Business Managements in den Niederlanden war er fast zehn Jahre als Redakteur im Bereich Pferdezucht tätig. In dieser Zeit entdeckte er nicht nur seine Begeisterung für Abstammungen und Pedigrees, sondern auch seine kreative Ader. Seit seinem zehnten Lebensjahr sitzt er im Springsattel und hat sich mittlerweile auch eine eigene kleine Zucht aufgebaut. Im Mittelpunkt steht für ihn dabei stets das Pferd als treuer Partner und sportlicher Begleiter.

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