WM Aachen: Vierspänner nach Dressur auf Goldkurs
Bei der Weltmeisterschaft der Vierspänner in Aachen haben die deutschen Fahrerinnen und Fahrer nach der Dressur die Führung in der Mannschaftswertung übernommen. Nach dem starken Auftakt von Christoph Sandmann am Vortag legten heute seine Tochter Anna Sandmann und Teamkollegin Anna Mareike Meier nach. Mit 79,31 Strafpunkten liegt das deutsche Team vor Australien (81,17) und den USA (81,84).
Den Auftakt aus deutscher Sicht hatte am Donnerstag Christoph Sandmann gemacht. Der Vize-Europameister aus Lähden zeigte mit seinem Gespann eine überzeugende Dressur und kam auf 44,78 Strafpunkte.
Am Freitag lieferte dann Anna Sandmann mit 38,32 Strafpunkten das beste deutsche Teamergebnis. Die 29-jährige Emsländerin zeigte sich nach ihrer Prüfung erleichtert: „Ich war ein bisschen aufgeregt, weil ich nicht wusste, wie meine Pferde die Atmosphäre im Stadion aufnehmen, denn es war sehr laut da drin. Aber die Pferde waren super bei mir und waren sehr konzentriert.“
In der Einzelwertung liegt Sandmann aktuell auf Rang vier. Vor ihr rangieren der US-Amerikaner Chester Weber mit 30,40 Strafpunkten und der Australier Boyd Exell mit 31,86 Punkten. Der Belgier Dries Degrieck, der nach dem ersten Tag noch geführt hatte, liegt nach der Dressur auf Rang drei.
Auch Anna Mareike Meier zeigte eine starke Vorstellung. Die Richter bewerteten ihre Dressur mit 40,99 Strafpunkten, womit sie aktuell Rang sechs der Einzelwertung belegt. Mit Blick auf den anstehenden Geländetag bleibt sie allerdings realistisch: „Wir sind mit der Mannschaft vorne, das liegt natürlich auch daran, dass Anna und ich Dressurspezialisten sind. Morgen kann das sicherlich noch mal einiges durcheinanderwirbeln, aber wir versuchen, unseren Platz zu halten.“
Bei den Einzelfahrern war bereits am Vortag Georg von Stein in den Wettbewerb gestartet. Heute folgte René Poensgen. Der Deutsche kam auf 49,48 Strafpunkte und belegte damit Rang 15 im 54-köpfigen Starterfeld. Nach seiner Prüfung war ihm die Freude deutlich anzumerken: „Unsere Dressur war mega, die Atmosphäre im Stadion ist wirklich super, aber positiv für die Pferde. Es war meine beste Dressur dieses Jahr. Das ist natürlich super, wenn das auf der WM so klappt. Die Zuschauer sind mega, es war ein riesiges Gefühl.“
Damit haben die deutschen Vierspänner nach der Dressur eine hervorragende Ausgangslage. Im Gelände werden die Karten jedoch neu gemischt – die Führung soll nun gegen die starke Konkurrenz aus Australien und den USA verteidigt werden.
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