U25 Springpokal Aachen: Top-10-Platzierung für Marie Flick
Große Kulisse, große Bühne: Im Rahmen der Weltmeisterschaften in Aachen fiel auch die Entscheidung im Finale des U25-Springpokals. Aus bayerischer Sicht ist die Freude besonders groß, denn Marie Flick und ihr Holsteiner Ciro mischten im Stechen um die vorderen Plätze mit.
„Aachen kann man nicht üben, Aachen kann man nur erleben“, brachte es Initiator Holger Hetzel auf den Punkt. Und genau dieses Erlebnis wartete heute auf die 20 Nachwuchsreiter, die sich über die verschiedenen Qualifikationsstationen ihr Ticket für das Finale des U25 Springpokals gesichert hatten. Und das ausgerechnet im großen Hauptstadion, in dem vor wenigen Stunden noch die Weltmeister der Springreiter gefeiert worden waren.
Aus süddeutscher Sicht richteten sich die Blicke unter anderem auf Marie Flick und ihren 15-jährigen Holsteiner Ciro. Im Finale lief es zunächst nach Plan: Der gebürtigen Münchnerin gelang im Umlauf die erste fehlerfreie Runde. Zwar ist die 22-Jährige mittlerweile in Hagen am Teutoburger Wald in Niedersachsen beheimatet, startet aber nach wie vor für den TRV Gut Bohmerhof e.V..
Acht weitere Paaren schafften außerdem den Sprung in die Entscheidung, unter anderem Top-Favoritin Britt Roth. Als erste Reiterin im Stechen erwischte Marie Flick dabei kein einfaches Los und musste vorlegen. Lange sah es nach einer weiteren fehlerfreien Runde aus, doch ausgerechnet am vorletzten Oxer fiel die Stange. Mit vier Strafpunkten und 46,90 Sekunden landete die Schülerin von Martin Haunhorst schließlich auf Rang neun. „Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht hier über den heiligen Rasen galoppieren zu dürfen und dann auch noch eine Nullrunde im Umlauf reiten zu können. Es war der Wahnsinn“, freute sich Flick.
Roth wird Favoritenrolle gerecht
Nicht zu schlagen waren Britt Roth und ihr neunjähriger Jeffrey. Fehlerfrei und in 40,77 Sekunden setzte sich die 24-Jährige als letzte Starterin an die Spitze des Feldes und feierte damit den nächsten großen Erfolg in einer ohnehin bemerkenswerten Saison. Auch wenn Roth für das rheinland-pfälzische Zeiskam startet, ist sie hierzulande keine Unbekannte. Ihre Mutter Barbara Roth, früher Barbara Reiter, stammt aus Baden-Württemberg und war selbst über viele Jahre hoch erfolgreich im Springsport unterwegs. Die Tochter tritt längst in ihre Fußstapfen: In diesem Jahr wurde Britt Roth bereits Deutsche U25-Meisterin und Deutsche Vizemeisterin der Damen. Nun kam der Sieg im U25 Springpokal in Aachen hinzu. Besonders macht den Erfolg auch die gemeinsame Geschichte mit Jeffrey. Der Comme il faut-Sohn kam bereits als Jährling in den Stall der Familie, Roth ritt ihn selbst an und brachte ihn Schritt für Schritt in den Sport.
Auch Emma Bachl, die im Auftaktspringen mit Obora's Adrian auf Rang acht geritten war, war im Finale mit dabei. Mit einem Hindernisfehler und einem Zeitstrafpunkt beendete sie die Prüfung auf Rang zwölf.
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