Reutlingen: Allegra Hüttig siegt im Finale des Nürnberger Burg-Pokals der Dressurjunioren
Es ging spannend zu: In einem echten Showdown setzte sich Allegra Hüttig mit Impala VIP im 14. Finale des Nürnberger Burg-Pokals an die Spitze.
Gesucht und gefunden
Klaus Feilen, Landesdirektor der Nürnberger Versicherung, fand ein klares Fazit: „Ich war furchtbar unzufrieden, als wir die Absage des CHI Donaueschingen erhalten haben. Das hat mich sehr gestört, da Donaueschingen ein vergleichbarer Gegenpol zum Springfinale war. Ich bin unheimlich dankbar, dass wir noch ein vergleichbares Turnier gefunden haben und wir hier in Reutlingen sein dürfen. Ich bin Frau Strobel, Herrn Riexinger und dem gesamten Team unglaublich dankbar.“ Damit traf er es gut auf den Punkt: Das engagierte Reutlinger Team stellte einmal mehr ein liebevoll organisiertes Finale des Nürnberger Burg-Pokals auf die Beine. Beim Betrachten der Starterliste machte sich zunächst eine kleine Enttäuschung breit. So zeigten sich von den zehn punktbesten Reitern der Qualifikationen lediglich sieben Starter,. Schade, dass auch über Nachrücken nicht das volle Finalfeld zusammengekommen ist. Trotz eines kleinen Final-Starterfelds wusste aber durchgehend das Niveau sowie vor allem die gefühlvolle Einwirkung aller Finalisten zu überzeugen. Alle Junioren überzeugten mit bestem Sitz und viel Übersicht, was für eine gute (baden-württembergische) Nachwuchsarbeit spricht. Schlussendlich setzte sich die Führende der Qualifikationen, Allegra Hüttig, an die Spitze. Im Sattel ihres erst achtjährigen Wallachs Impala VIP zu 70,2 Prozent. Der Wallach überzeugt mit sehr viel Mechanik, wobei Allegra Hüttig viel Feingefühl beweist und in jeder Grundgangart stets das richtige Maß findet. Auch zeigte sich Impala VIP heute im Vergleich zu vorherigen Prüfungen in bestem Seitenbild. Punkte gab es neben äußerst durchlässigen Grußaufstellungen, für die Verstärkungen, die gut kreuzenden Trabtraversalen, den losgelassenen Schritt sowie die gut ins Bergauf gesprungenen fliegenden Galoppwechsel. Teilweise könnte der Wallach noch gleichmäßiger von hinten nach vorne ziehen, was aber wahrlich Meckern auf höchstem Niveau entspricht. Bemerkenswert an diesem Erfolg ist: Die beiden kennen sich erst seit Anfang dieses Jahres. „Impala gibt immer sein Bestes und würde mich niemals im Stich lassen. Wenn etwas schief geht, dann liegt es an mir“, erläuterte Allegra Hüttig und fügte hinzu: „Ich war heute besonders mit der Trabtour zufrieden. Hier hatte ich Impala schön vor mir und am Bein. Insgesamt war er heute sehr angenehm zu reiten“.“ Die Schülerin von Landestrainer Christoph Niemann strahlte heute auf jeden Fall mit der Herbstsonne von Reutlingen um die Wette. Im nächsten Jahr möchte sie dann ihre erste S-Dressur anpeilen.
Vielversprechende Nachwuchshoffnungen
Hinter Hüttig zeigte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, oder besser gesagt, wurde die silberne Schleife gleich an zwei talentierte Nachwuchsreiterinnen vergeben: Lara Theis und FBW Felipe und Nina Bäuerle mit Faithful Hope punkteten sich beide zu 69,3 Prozent. Erstere wusste mit einer sehr konzentrierten Runde zu überzeugen, wobei die Highlights sicherlich in den toll ins Bergauf gesprungenen Galoppwechseln lagen. Demgegenüber verlor die Schülerin von Kirsten Maier im Trab durch ein teilweise leicht enges Genick ein paar Punkte. Nina Bäuerle überzeugte mit einer äußerst gleichmäßigen und schwungvollen Runde. Im Galopp gingen der Schülerin von Stefanie Lempart ein paar Punkte verloren. Hier hätte sich die zehnjährige Stute teilweise noch geschlossener präsentieren dürfen. Zudem kostete ein Verreiten gleich zu Beginn der Aufgabe ebenso wertvolle Punkte. Gleich zum Prüfungsauftakt hatte Emilia Cali Balabanic mit Daymax mit glatt 69 Prozent eine erste Messlatte gelegt. Die Schülerin von Jörg Beerhenke überzeugte besonders im Galopp. Lukas Bernhard mit Dibelius (65,8 Prozent), Greta Grill mit Que Sera G (64,8 Prozent) und Hanna Käppler mit Vitasprint (61,5 Prozent) komplettierten die Platzierung. Nachdem Greta Grill in der Galopptour durch zwei versprungene Galoppwechsel etwas Pech hatte, durfte sie in der Siegerehrung noch mal strahlen. Sie wurde für das beste Abreiten ausgezeichnet.
Übrigens: In der nächsten Ausgabe erwartet Sie ein ausführliches Interview mit Klaus Feilen zur aktuellen Lage sowie zur Zukunft des Nürnberger Burg-Pokals.
Ähnliche Meldungen
Warte mal kurz...
Hat Dir der Beitrag gefallen? Ja? Dann schnupper doch mal in unsere Printausgaben.