Nürnberger Burg-Pokal Dressurjunioren: Loryn Würfel siegt im Finale
Es war schon längst ausstehend – Loryn Würfel konnte in der diesjährigen Saison des Nürnberger Burg-Pokals der baden-württembergischen Dressurjunioren fast schon als die ewige Zweite bezeichnet werden. Beim großen Finale in der besonderen Atmosphäre des CHI Donaueschingen klappte es nun für Loryn Würfel und ihren Belissimo’s Manniboy.
„Für mich fühlt es sich hier alles sehr unrealistisch an. Ich habe noch zu meiner Schwester gesagt, dass ich das gar nicht richtig realisiere, dass wir hier beim CHI Donaueschingen starten dürfen.“, beschreibt Loryn Würfel und fügt hinzu: „Besonders gut gelungen ist mir heute tatsächlich, dass ich meine Nerven behalte und einfach so reite, wie ich im Training reite. Das war mein Ziel, weil ich oft schnell meine Nerven verliere“. Die Nerven hat die Schülerin von Pieter van der Raadt heute im Sattel von Belissimo's Manniboy wahrlich behalten. Die Trabtour überzeugte mit viel Energie und hoher Bewegungsdynamik. Weitere Highlights bildeten die toll ins Bergauf gesprungenen Galoppverstärkungen und Galoppwechsel. Kleine Abstriche mussten in der Schritttour gemacht werden. Hier zeigte sich der Schritt nicht ganz losgelassen schreitend und teilweise auch nicht ganz taktsicher. Alles in allem durfte sich die Nordbadenerin mit 69,5 Prozent über einen überlegenen Finalsieg freuen. „Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich habe gar nicht damit gerechnet. Ich war in den Qualifikationen davor meistens immer die Zweite. Ich bin so froh und freue mich riesig“, resümierte Loryn Würfel.
Auf dem zweiten Platz folgten zwei echte Routiniers. Die Rede ist von Cecile Mutz und ihrem sympathischen Ponywallach Capri au Lait. Schon im vergangenen Jahr hatten sich die beiden im Finale des Nürnberger Burg-Pokals platziert. In diesem Jahr legten sie noch eine Schippe oben drauf, zeigten sich noch selbstsicherer und wurden im heutigen Finale mit Platz zwei belohnt (68,3 Prozent). Dabei punktete das Erfolgspaar einmal mehr mit höchster Präzision sowie in den gut ins Bergauf gesprungenen Galoppwechseln. Auf Rang drei folgte die Führende der Zwischenwertung, Emma Hildenbrand mit ihrem weiter gesteigerten Little Lord. Der Wallach überzeugte mit einer schwungvollen Trabtour und sicheren Galoppwechseln. Mit einem teilweise nicht ganz taktsicheren Schritt und einer Stockung im einfachen Galoppwechsel verlor die Nordbadenerin wertvolle Punkte. Dennoch wurde es für sie ein verdienter Podestplatz (68,2 Prozent). Martha Marhoun mit Goldmarie (66,3 Prozent), Leonie Röhrle mit Firemark (66,1 Prozent), Pia-Marie Feucht mit Great Gatsby (65,9 Prozent) und Philia Silber mit Flaneur (65,9 Prozent) komplettierten die Platzierung. Und am Ende stand fest: Der Nürnberger Burg-Pokal war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg und eine Bereicherung für die baden-württembergischen Dressurjugend!
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