Winterlingen: Dichtes Gedränge im iWEST Dressur Cup und guter Nachwuchs
Dressursport der Extraklasse, perfekte Bedingungen und strahlender Sonnenschein – die Winterlingen Winners stellen ein Dressurfestival der Extraklasse auf die Beine, so viel steht schon nach Turniertag zwei fest. Dabei sind vor allem die hochkarätig besetzten Starterfelder hervorzuheben, wozu vor allem auch der iWEST Dressur Cup zählt.
Der iWEST Dressur Cup war schon in Karlsfeld mit einem breiten und gut besetzten Starterfeld in einer neue Cup-Saison gestartet. Dieses dicht gedrängte und bärenstarke Starterfeld setzte sich nun auch bei den Winterlingen Winners fort. So benötigte es über 70 Prozent, um überhaupt mit einer Schleife belohnt zu werden. Einer, der das ziemlich gut gelungen ist, ist Romina Nieberle. Im Sattel ihres stets hochmotivierten Free Willy hatte sie schon im vergangenen Jahr im iWEST Dressur Cup Ausrufezeichen gesetzt und auch in der Intermediaire I von Winterlingen gab das Erfolgsduo nun mit 72,8 Prozent den Ton an. Dabei überzeugten die beiden mit einer schwungvollen Trabtour, toll ins Bergauf gesprungenen Serienwechseln und kleinsten Galopppirouetten, ja insgesamt mit einer sehr sicheren Vorstellung. Damit verwiesen sie um ein paar Punkte Myriam Anhalt und ihren Rocco Granata, ebenso ein Cup erfahrenes Paar, auf den zweiten Platz (71,9 Prozent). Auch Anhalt gelang eine ausdrucksvolle Runde mit Highlights in unter anderem den Verstärkungen, Serienwechseln und Galopppirouetten. Auf Rang drei folgte ein Paar, das in Winterlingen neu in den Cup einsteigt, das bereits mit mehreren Medaillen dekorierte Paar Jana Lang und Baron, die sich heute zu 71,8 Prozent punkteten. Anna-Lisa Stotmeister mit Best of Bond (71,7 Prozent) und Tina von Briel mit Tallahassee (71,6 Prozent) sowie Paul Löcher mit Amaro (71,6 Prozent) komplettierten die Top5. Schon beim ersten Blick auf die Starterliste suchten wohl viele vergebens das Siegerpaar der ersten Qualifikation, Saskia Löwel und Fürstenballerina Live. Löwel durchlebt im Moment etwas, das man wohl selbst seinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde. Ihr Stall kämpft mit dem Herpes-Virus. Die Daumen sind gedrückt, dass alle Pferde schnell wieder genesen.
Rudi Widmann in eigener Liga
Bleiben wir bei Bayern. Denn auch in der Jungpferde-S-Dressur ging der Sieg in den Freistaat, genauer gesagt an Rudi Widmann mit Ostmarks Digal. Die beiden befanden sich mit einer wahren Traumrunde, die vor Gleichmaß, Ausdruck und Selbstsicherheit mit etlichen Highlights nur so strotzte, in einer eigenen Liga und wurden verdient mit 74 Prozent belohnt. Doch stark besetzt ging es auch auf den weiteren Plätzen weiter. Nicole Casper hatte mit DSP Vangelis und 71,9 Prozent lange in Führung gelegen und musste sich schlussendlich mit einem tollen zweiten Platz „zufrieden geben“. Thomas Wagner folgte mit Barnaby (71,5 Prozent) auf dem Bronzerang, wobei Fehler in den Dreierwechseln ein paar Punkte kosteten. Deutlich gesteigert zum Vortag präsentierten sich Yara Reichert und Skyline to B. Sie wurden mit 71,4 Prozent und Rang vier vor Ines Fleischmann mit DSP Bella Benicia (71,2 Prozent) belohnt.
Ein echtes Dreamteam
Man kann es nicht oft genug sagen, aber bei Lara Theis und FBW Felipe hat sich ein echtes Dreamteam gefunden. Nachdem die beiden in diesem Jahr die ersten Qualifikation des Nürnberger Burg-Pokals der Dressurjunioren dominiert hatten, sicherten sie sich in Winterlingen in ihrer ersten gemeinsamen Junioren-FEI-Prüfung den Sieg und knackten zugleich die magische 70-Prozentmarke. Schon die Trabtour überzeugte mit viel Gleichmaß. Im Galopp könnte teilweise die Bergauftendenz noch besser erhalten bleiben sowie die Nase teilweise noch mehr vor, was aber wahrlich Meckern auf hohem Niveau ist. Denn auch im Galopp punkteten sie in den fliegenden Galoppwechseln und insgesamt hoher technischer Sicherheit. Damit verwiesen die beiden Marie Bernhard mit For Rock G (70,1 Prozent) und Allegra Hüttig mit Impala VIP (69,2 Prozent) auf die weiteren Podestplätze. Bei den Children setzte sich heute Sophie Luise Layer mit Zaara VIP (75,4 Prozent) vor Franka Müller mit Fürst Flynnigen (74,8 Prozent) und Carla Müller mit Dr. No (74,7 Prozent) durch. Insgesamt war bei den Children äußerst auffällig, dass die jungen Talente eine gute Basis in puncto Sitz aufweisen und deshalb besonders in der Note für Sitz und Einwirkung zu überzeugen wussten. Die technische Note fiel heute bei allen relativ niedrig aus.
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