Salvador lebt nicht mehr
Er hatte es gut bis zuletzt. Er wollte geritten werden, ein Rentnerdasein auf der Koppel war ihm zu langweilig – jetzt lebt der Fuchswallach Salvador nicht mehr. Er war das Pony, das Lea Sophia Gut in den Sport begleitete. Ein Jahrhundert-Pony.
Salvador wurde 26 Jahre alt, bis er 21 Jahre alt war, ging er im Sport. Unermüdlich. Er wäre wohl auch noch weiter erfolgreich gewesen, aber mit dem Ende von Lea Sophias Ponyzeit sollte ihr treuer Partner auch kürzertreten dürfen. Seitdem verbrachte er im Stall einer guten Freundin der Familie, wurde betreut und betütelt bis zum letzten Atemzug. Er war fit bis zuletzt, dann verletzte er sich auf der Weide. Eine Kolik kam dazu; das schaffte er nicht mehr.
Salvador war ein Pony ohne Abstammung, seine Eltern unbekannt. Ein No-Name. Aber er hatte Klasse. Vermögen, aber noch mehr Kampfgeist. Er wollte immer. Leas Vater Fred Blaimer entdeckte den kräftigen Fuchs und sicherte ihn für seine damals zwölfjährige Tochter, die in den Jahren darauf fünfmal Landesmeisterin werden sollte. Zweimal nahm sie an Deutschen Meisterschaften teil, mehrfach an Nationenpreisen und anderen wichtigen Ponyturnieren in Europa – auch am Pony-Weltcup in der Schleyer-Halle. Keine Frage, er bereitete und begleitete die Karriere der heutigen Profireiterin, die immer weiß, was sie ihm zu verdanken hat.
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