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von Maria Jürgens am Dienstag, 02.07.2024 um 13:35

Ciara Schubert mit Top-Platzierung in Le Pin-au-Haras

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Le Pin-au-Haras wird in diesem Jahr Austragungsort der Weltmeisterschaften der Einspänner sein. Ciara Schubert hat daher die Chance am vergangenen Wochenende genutzt, im Rahmen des CAI3*-Turniers nochmals genauestens die Bedingungen unter die Lupe zu nehmen. "Ich kannte die Anlage zwar bereits, aber meine Stute ist dort noch nicht gegangen", erklärte sie. Die gesamte Anlage sei außergewöhnlich: "300 feste Boxen, mehrere Ebbe-Flut-Böden, Warmwasser" - da bleiben kaum Wünsche offen. Offensichtlich schien sich ihre zwölfjährige Württembergerin Lassila dort ebenfalls überaus wohlzufühlen. Ciara Schubert fuhr in einem überaus starken Starterfeld von 64 Teilnehmern auf Rang acht als beste Deutsche. Außer ihr war noch Anne Unzeitig gestartet. "Die Anforderungen waren wirklich hoch, die Prüfungen WM-würdig und es waren mit die besten Fahrer aus der Weltspitze dabei", erzählt die 22-Jährige. "Durch den Regen war der Boden im Marathon etwas rutschig. Aber da in den einzelnen Hindernissen Drainagen verlegt sind, wurde es nicht matschig." Dressur und Kegelfahren wurden jeweils auf den Ebbe-Flut-Böden ausgetragen - "da war der Boden perfekt". Das Kegelfahren sei lehrreich gewesen - "ich war immer gut in den Zwischenzeiten, aber am Schluss doch drei Sekunden zu langsam. Da muss ich mehr auf die Zeit achten." Aber "ohne Ball" dort herauszukommen, sei ein riesiger Erfolg.

Die letzte Sichtung bilden nun die Deutschen Meisterschaften im August in München, danach wird die Longlist erstellt. Ciara Schubert hat nach ihrer Leistung am Wochenende sehr gute Chancen, dass ihr Name darauf steht. Dann kommt es noch darauf an, wie viele Teilnehmer die Ausschreibung der WM zulässt.

Weniger erfreulich war die Heimreise aus der Normandie. Nach elfstündiger Fahrt fast zuhause angekommen, nur gut 30 Minuten vor Ankunft, platzte vorne rechts am Lkw ein Reifen. "Plötzlich hat es einen lauten Knall getan." Familie Schubert rief sofort die Polizei. "Die Polizisten haben alles abgesichert." Fest stand, Lassila musste umgeladen werden. Freunde mit einem Anhänger waren schnell vor Ort, doch mitten auf der Autobahn ein Pferd zu verladen, wenn auch am Seitenstreifen, ist nicht gerade Routine. "Ein Polizist hat mit Warnlichtern den Verkehr gestoppt. Zum Glück war Lassila unglaublich brav und hat das alles gut mitgemacht", sagte Ciara Schubert erleichtert und dankbar. "Aber danach waren wir alle ganz schön erledigt", meinte sie lachend.

Maria Jürgens (Redaktionsleitung)

Nach dem Volontariat bei der Tageszeitung zum Pferde-Journalismus gekommen. Am liebsten im Springsattel und auf den Geländeplätzen unterwegs. Die vielseitige Ausbildung liegt ihr sehr am Herzen. Unser Ass für alle Fragen rund um Pferdehaltung, Fütterung und Gesundheit.

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