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von Maria Jürgens am Montag, 23.09.2024 um 16:18

WM Einspänner: Silber für das deutsche Team mit Ciara Schubert

Silber für Anne Unzeitig, Ciara Schubert und Marie Tischer.  /  © privat

Bei den Weltmeisterschaften der Einspänner in Le Pin au Haras in Frankreich haben Anne Unzeitig (Greifenstein) mit De Niro, Ciara Schubert (Ketsch) mit Lassila und Marie Tischer (Mühlheim) mit Fortino Silber gewonnen. Gold ging mit 298,59 Punkten an das Team aus Frankreich vor der deutschen Mannschaft mit 299,91 Punkten. Bronze gewann die Schweiz mit 300,75 Punkten.

In der Einzelwertung hat Ciara Schubert einen tollen 13. Platz erreicht. „Es ist völlig surreal, ich habe das so nicht erwartet. Mein Ziel war Top 20 und das habe ich mehr als erfüllt“, freute sich die 22-Jährige. Mit ihrer Schimmelstute Lassila hatte sie die beste deutsche Wertung im Marathon erreicht, den sie auf Rang zwei beendeten. Ein Riesenerfolg, zumal sie als letzte Fahrerin an den Start ging. „Dass ich als 79. und letzte Fahrerin den Marathon so stark beende, das ist unglaublich. Ich bin am Anfang noch auf Sicherheit gefahren, weil die Favoriten Abwürfe hatten, einer hatte sich verfahren, es war schwer aber sehr fair. Ich wollte vor allem ohne Bälle rauskommen und habe versucht, mich hinten raus zu steigern. Ich bin schon weinend durch das Ziel gefahren, weil ich mich so gefreut habe“, erzählte sie. Durch diese Top-Platzierung lag sie nach Dressur und Marathon auf Rang vier und hatte damit sogar Aussichten auf eine Einzel-Medaille. „Die Geländeprüfung war schon sehr anspruchsvoll, die Hindernisse waren alle acht leicht am Hang, es geht hier bergauf und bergab und Ciara hat die Nerven behalten und sich keinen einzigen Patzer erlaubt, das war schon super“, lobte der Bundestrainer. Auch Anne Unzeitig, die ebenfalls erst 22 Jahre alt ist, aber schon vor zwei Jahren ihre WM-Premiere feierte und damals Bronze mit Dieter Lauterbach und Marie Tischer im Team holte, zeigte mit De Niro schnelle Runden im Gelände. Nur in einem Hindernis erwischte sie ein Tor nicht direkt und musste eine Volte fahren, aber trotzdem beendete sie auf Platz sechs die Geländeprüfung. In der Einzelwertung wurde sie als beste deutsche Teilnehmerin Siebte.



Den Marathon beendete Ciara Schubert auf Rang zwei.  /  © privat

Der Plan ging auf

So hatte das deutsche Team vor dem Kegelfahren ordentlich aufgeholt und konnte Druck auf die Franzosen aufbauen, die in Führung lagen. „Als Vierter ins Kegelfahren zu starten, ist unglaublich. Ich bin mehr als zufrieden und möchte einfach mein Bestes geben. Es wird schwer, in die Zeit zu fahren, die erlaubte Zeit ist sehr knapp. Und wenn man so vorwärtsfahren muss, fallen die ein oder anderen Bälle schnell“, meinte Ciara Schubert vor der letzten Teilprüfung. Doch der Plan ging auf.

„Das war wirklich spannend im Kegelfahren, der Parcours war anspruchsvoll und die Zeit sehr knapp bemessen“, berichtete Bundestrainer Lauterbach, der vor zwei Jahren selbst noch zum Einspänner-WM-Team zählte, jetzt aber nicht nur Bundestrainer für den Jugendbereich, sondern auch für die Einspänner ist. Top-Ergebnisse im Kegelparcours lieferten dann Marie Tischer mit Fortino mit lediglich 1,64 Zeitstrafpunkten und auch Anne Unzeitig mit De Niro blieb im Parcours fehlerfrei und kam nur mit 1,48 Zeitstrafpunkten ins Ziel. Damit war Silber schon sicher, bevor Ciara Schubert überhaupt in den Parcours eingefahren war.
„Marie und Anne sind super das Kegelfahren gefahren, so dass ich da ohne allzu viel Druck reinfahren konnte“, sagte Ciara Schubert voller Stolz auf ihre Team-Kolleginnen, sie selbst kam mit 8,60 Strafpunkten aus der letzten Prüfung.

„Das ist eine Silbermedaille mit Goldrand“, freute sich Bundestrainer Dieter Lauterbach. Dem kann auch die Jugend-Europameisterin von 2022 nur zustimmen: „Da waren Fahrer, die schon die zehnte WM gefahren sind und wir haben nicht damit gerechnet, dass wir gerade den Franzosen so viel Druck machen können. Sie hatten nach der Dressur einen guten Vorsprung und wir haben den ordentlich verringert bis zum Finale.“


Den Grundstein für das erfolgreiche Team-Ergebnis hatte – wie schon vor zwei Jahren – wieder Marie Tischer mit ihrem Fortino geliefert. Mit Platz vier in der Dressur brachte die 25-Jährige das Team in eine gute Ausgangsposition, denn das deutsche Team lag schon nach der ersten Teilprüfung auf Silberkurs. „Marie ist immer unser Dressur-Joker und eine sichere Kegelfahrerin und mit den beiden Top-Gelände-Ergebnissen der anderen beiden hat das mit diesem noch sehr jungen Team alles so geklappt, wie wir uns das vorher überlegt hatten“, freute sich Lauterbach. Marie Tischer belegte am Ende in der Einzelwertung Platz 36.

Maria Jürgens (Redaktionsleitung)

Nach dem Volontariat bei der Tageszeitung zum Pferde-Journalismus gekommen. Am liebsten im Springsattel und auf den Geländeplätzen unterwegs. Die vielseitige Ausbildung liegt ihr sehr am Herzen. Unser Ass für alle Fragen rund um Pferdehaltung, Fütterung und Gesundheit.

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