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von Laura Bräuninger am Donnerstag, 27.06.2024 um 20:00

Richard Vogel im Weilheimer Höhenflug

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Zum Abschluss versprach es im Weilheimer Springparcours nochmals spannend zu werden! Der Große Preis der Landeschampionate, eine Zwei-Sterne-Springprüfung der Klasse S mit Stechen, bot den heutigen Höhepunkt. 21 Teilnehmer gingen an den Start, fünf davon zogen ins anschließende Stechen ein – alle davon bekannt für ihre rasanten Ritte. Richard Vogel spielte dabei wieder einmal mehr in seiner eigenen Liga und sorgte im Sattel des Württembergers Churchill für den krönenden Abschluss. 
Doch nun zum Stechen. Den Auftakt machte Julian Stahl im Sattel des flinken Prinz Paolino, der im Besitz von Ramona Wagner-Koch steht. Der angriffslustige Sohn des Poleggio fegte in Windeseile über den Stechparcours, doch leider war die Distanz zum vorletzten Sprung etwas zu dicht, wodurch die Stange des Steilsprungs zu Boden fiel. Mit einer Zeit von 39,59 hatte das eingespielte Team aber dennoch eine Spitzenzeit vorgelegt. Als nächstes kam ein landesbekannter Schimmelhengst in die Bahn galoppiert, nämlich der ehemalige Marbacher Landbeschäler Churchill, der nun im Besitz des Chinesen Fuying Zhang steht. Der häuserspringende Hengst aus baden-württembergischer Zucht (Z.: Josef Gronmeyer) wurde von keinem Geringeren als Richard Vogel präsentiert. Wie im Flug überwand das Duo den von Phil Schmauder und Oliver Barthel errichteten Parcours und sprang mit einem riesigen Satz ins Ziel. Bei 37,63 stoppte die Zeit – das war zweifelsohne eine Glanzleistung! Remo Allgäuer versuchte im Sattel des Oldenburgers Concorioso aus der Zucht des Gestüts Lewitz ebenfalls sein Glück. Ein Fehler am Oxer an der kurzen Seite machte die Chance auf den Sieg allerdings zunichte. Am Ende hieß es Rang fünf für die Beiden. Mit Marvin Frey und Ferstlhof‘s Cavalinka stellte sich ein weiteres, flottes Paar der Aufgabe. Die Tochter des Cava Nevada besitzt einen enormen Kampfgeist und lässt sich in Sachen Tempo und Wendigkeit nichts nachsagen. Der junge Bereiter manövrierte die Bayer-Stute aus der Zucht von Ute Donandt geschickt über die Hürden, von Sprung zwei auf drei wählte Frey allerdings einen Galoppsprung mehr als der bis dato führende Richard Vogel. Die Zeit hatte mit 40,08 Sekunden somit nicht ganz gereicht. Das Schlusslicht bildeten Elli Meyer und die Hannoveraner-Stute Dame Noir, eine neunjährige Tochter des Diamant de Semilly. Die Stilistin wählte als einzige die engere Wendung von Hindernis eins auf zwei und sparte damit wichtige Sekunden ein. Auf der letzten Linie behielt Meyer die Schwarzbraune jedoch etwas deutlicher bei sich und kam mit einem Galoppsprung mehr über den abschließenden Oxer. Dies hatte der Amazone vermutlich den Sieg gekostet. Mit einer Zeit von 38,44 bedeutete das dennoch einen bärenstarken zweiten Platz. Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden somit Richard Vogel und der ausdrucksstarke Churchill aus der Landeszucht. Auf Rang drei triumphierte Marvin Frey mit Ferstlhof‘s Cavalinka vor Julian Stahl und Prinz Paolino. Mit Marcel Baßler im Sattel von Laterne, der im Umlauf einen ärgerlichen Zeitstrafpunkt kassierte, sowie Christian Pfeifer und Lollita, reihten sich zwei weitere Paare in die Platzierung ein. 
Die Springpferde beenden somit ihre Zeit in Weilheim, denn morgen werden die Hindernisse gegen das Dressurviereck ausgetauscht und um die Titel bei den Reit- und Dressurpferden gekämpft. 
 

Laura Bräuninger (Werkstudentin)

Unterstützt Redaktion und Social Media seit ihrem Praxissemester im Studiengang der Pferdewirtschaft. Schreibt am liebsten über den Springsport und ist selbst erfolgreich bis zur schweren Klasse unterwegs.

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