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von Mona-Sophie Wieland am Freitag, 24.05.2024 um 15:22

Winterlingen: Tina von Briel siegt in IWEST Dressur Cup Einlaufprüfung

Tina von Briel und Tallahassee heißen die Sieger der IWEST Cup Einlaufprüfung in Winterlingen.  /  © Roger Müller

Der IWEST Dressur Cup 2024 ist eröffnet: Bei den Winterlingen Winners ist die beliebte (bundesweite) Serie der Firma IWEST Tierernährung endlich in eine neue Saison gestartet. Es scheint so als ob, die Reiter selbst den Serienauftakt ebenso nicht erwarten konnten. So zeigte sich zum Serienauftakt ein breitbesetztes und vor allem stark besetztes Starterfeld, an dessen Spitze sich ein heißgehandeltes Favoritenpaar setzte. Die Rede ist von Tina von Briel und ihrem bewegungsstarken Tallahassee. Die beiden haben in den vergangenen Wochen S-Siege wie am laufenden Fließband gesammelt und auch in der heutigen Intermediare I ließen sie keine Zweifel an ihrer starken Form. „Ich bin sehr zufrieden. Den Sieg hatte ich überhaupt nicht erwartet. Vielmehr wollte ich einfach gut in die erste Qualifikation einsteigen“, erläutert die strahlende Siegerin und fügt hinzu: „Mich hat es sehr gefreut, dass die Galopptour heute fehlerfrei gelungen ist. Das war in letzter Zeit nicht immer der Fall“. Auf eine ausdrucksvolle Trabtour mit weit kreuzenden Trabtraversalen folgten im Galopp etliche Highlights, wie beispielsweise toll ins Bergauf gesprungene Dreier- und Zweierwechsel oder auch Galopppirouetten mit höchster Lastaufnahme. Völlig verdient setzten sich die beiden mit tollen 73,2 Prozent an die Spitze. Übrigens: Schon beim Finale des IWEST Dressur Cups 2023 hatten Tina von Briel und ihr Tallahassee gewaltig vorne mitgemischt und sich auf Platz vier eingereiht. Es scheint so, dass die beiden in diesem Jahr noch viel weiter vorne landen möchten. So viel schon einmal vorne weg: Tina von Briel und ihr zehnjähriger Wallach feiern in der morgigen Intermediaire I eine Kür-Premiere. Denn über den Winter hat die Amateurin an einer neuen Kür gebastelt!

Doch auch auf den weiteren Plätzen ging es nicht viel weniger spannend zu. Simone Pearce und ihr eleganter Fine Art von Bellin schnappten sich mit 72,2 Prozent den zweiten Platz, wobei die beiden mit einer leichtfüßigen Trabtour sowie einer sicheren Galopptour mit ausdrucksvollen Serienwechseln zu überzeugen wussten. Beim Rückwärtsrichten sowie beim nicht prompt erfolgten Galopp-Trabübergang verlor das Paar wertvolle Punkte. Ein Paar, das man mit Sicherheit auf der Rechnung haben sollte, genauso wie Vera Breidenbach und ihre FBW Fürstin Primavera. Die achtjährige Württembergerin ließ sich in ihrer ersten Intermediaire I ihre noch nicht allzu große Erfahrung auf diesem Niveau überhaupt nicht anmerken und punktete mit einer sehr ausdrucksvollen Trabtour, super nach vorne gesprungenen Serienwechseln und schon guten Galopppirouetten. Ein kleines Aber gab es in der ersten Galopppirouette, die sich noch nicht optimal zentriert zeigte. Dennoch auch sie feierte mit 72,1 Prozent und Platz drei einen tollen Erfolg. Auf den Plätzen vier und fünf folgte die geballte „bayerische“ Kraft und die Routiniers Kristina Olson mit FBW Dory’s Dream (71 Prozent) und Lisa-Maria Klössinger mit Eberhard Grün (71 Prozent) sicherten sich eine Top5-Platzierung. Die beiden wollen es in diesem Jahr ebenso wissen. Carina Harnisch mit FBW Francis (70,7 Prozent), Myriam Anhalt mit Rocco Granata (70,6 Prozent), Linda Jung mit Qu’est-ce que c’est (69,4 Prozent), Anna-Louisa Fuchs mit Fino Royal (69,3 Prozent), Saskia Löwel mit Fürstenballerina Live (69,2 Prozent) und Romina Nieberle mit Free Willy (69,1 Prozent) komplettierten die Platzierung. Schon nach der Einlaufprüfung stand ein ganz klares Fazit: Die diesjährige IWEST Dressur Cup-Saison vermag äußerst spannend zu werden und verfügt über eine tolle Mischung aus neuen aber auch altbekannten Gesichtern.

Traumrunden bei den Nachwuchspferden

Auch die vierbeinigen Nachwuchshoffnungen hatten heute erneut eine S-Dressur und hier kam man in den Genuss von wahrlich vielversprechenden Traumrunden. Schlussendlich ging der Sieg nach Bayern. Genauer gesagt an Rudolf Widmann mit seinem ganggewaltigen First Rock Star. Der siebenjährige Hengst zeigte sich in den Lektionen der schweren Klasse schon sehr sicher und überzeugte mit viel Dynamik und Ausdruck. Ein kleiner Abstrich musste in der zweiten Galopppirouette mit einem noch nicht ganz optimalen Durchsprung gemacht werden. Dennoch: Das war wahrlich meckern auf höchstem Niveau und so durfte sich Rudolf Widmann mit 73,6 Prozent über den Sieg freuen. Ein wahres Abo für den zweiten Platz hatte heute Simone Pearce. Denn auch in der Jungpferde-S-Dressur fand man die Australierin mit dem langbeinigen Morricone III auf dem zweiten Platz (73 Prozent). Ihr gelang ebenso eine echte Traumrunde wie aus einem Guss und schlussendlich konnte sich Pearce sogar etwas ärgern. Denn mit einem Verreiten gleich zu Beginn der Prüfung verschenkte sie wertvolle Punkte, für den Sieg hätte es dennoch nicht gereicht. Anna-Lisa Stotmeister und ihr sympathischer Best of Bond lieferten erneut einfach konstant ab und komplettierten mit 72,8 Prozent das Podest. Sebastian Horler mit Enrico (72 Prozent) und Jasmin Schaudt mit Matondo (71,9 Prozent) folgten auf den Plätzen vier und fünf. Auch Ines Fleischmann mit DSP Bella Benicia und Nicole Casper mit Zabalou freute sich über eine Platzierung und knackten ebenso die 71-Prozentmarke. Hut ab vor diesem starkbesetzten Starterfeld voller vielversprechender Nachwuchstalente. 70-Prozent hatten heute nicht für eine Platzierung ausgereicht!

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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