Preis der Besten: Platzierungen für Sophie Luise Layer, Silva Kelly und Alia Knack
Der Preis der Besten ist das wichtigste Turnier für Nachwuchsreiter- und voltigierer in Deutschland. Dort trifft sich Jahr um Jahr die echte Crème de la Crème aus dem Nachwuchslager. Das muss man sich immer wieder vor Augen rufen. Denn vor diesem Hintergrund ist es beachtlich, wie sich das Ländle oder vielmehr die baden-württembergischen Nachwuchsreiter an diesem Wochenende geschlagen haben. Zum Abschluss durfte man sich noch über schöne Platzierungen freuen.
Allen voran sicherte sich Alia Knack im S***-Springen über 1,50 Meter im Sattel ihrer Agrio’s Vigolenska mit Platz acht eine Platzierung. Im schwierigen Parcours der beiden Umläufe, der über so einige „Klippen“ verfügte, kassierte die Deutsche Meisterin der Jungen Reiter in beiden Umläufen jeweils einen ärgerlichen Fehler. Elena-Malin Reitzner und Bayado kassierten im ersten Umlauf 13 Strafpunkte und reihten sich auf Platz 22 ein. Der Sieg ging in diesem Springen an Lasse Nölting mit Chattanooga. Er blieb als einziger Reiter in beiden Umläufen fehlerfrei. Marie Flick folgte mit DSP Charlott auf Platz zwei. Sie hatte nur im ersten Umlauf einen Zeitfehler kassiert. Bleiben wir im Springlager: Hier hatten heute auch die Ponyreiter ihre letzte Wertungsprüfung. Allegra Elisabeth Hüttig und ihr Sietlands Gustav verfügten heute nicht über das letzte Glück und so absolvierten sie beide Umläufe des M**-Springens nicht fehlerfrei. Schlussendlich landeten sie auf Platz zwölf. Im Gesamtranking reichte es noch für einen starken achten Platz. Brianne Beerbaum wurde derweil zur Überfliegerin des Wochenendes und sicherte sich nach ihrem Titel bei den Children auch bei den Ponyreitern die Goldmedaille. Auch für die Vielseitigkeitsreiter stand heute das abschließende Springen auf dem Programm. Silva Kelly und ihr Erfolgspartner Passepartout lieferten an diesem Wochenende einmal mehr Spitzenrunden und beendeten den Preis der Besten auf Platz vier (38 Minuspunkte). Nach einer Top-Runde im Gelände kam auf ihr Dressurergebnis von 33,6 Minuspunkten heute ein Abwurf und ein Zeitfehler oben drauf. Dennoch ein Spitzenergebnis für die junge Dame!
Vom Springplatz ging es zum Dressurviereck. Und nicht nur die Springreiter sorgten heute für Platzierungen. Nein, auch die Dressurreiterin Sophie Luise Layer. Im Sattel ihrer Félicia trabte sie mit 75,6 Prozent bei den Children zu Platz sechs. Dabei stach besonders die Note für Sitz und Einwirkung hervor, wo die Richter 82,7 Prozent vergaben. Leni-Sophie Gosmanm zeigte sich mit Filippa AW FRH auch heute in einer eigenen Liga und freute sich mit 82 Prozent sowohl über den Sieg in der heutigen Prüfung als auch über die Goldmedaille bei den Children. Auch Pia Casper legte heute in der S-Dressur der Jungen Reiter noch einmal eine Schippe oben drauf und knackte mit ihrem Birkhof’s Fair Game die 70-Prozentmarke. Mit glatt 70 Prozent reihten sie sich auf dem zweiten Reserverang ein. Dabei punkteten die beiden vor allem in den weitkreuzenden Trabtraversalen und den sicher nach vorne gesprungenen Serienwechseln. An der Spitze zeigte sich hier heute ein Führungswechsel und Allegra Schmitz-Mokramer schnappte sich mit Libertad (75,1 Prozent) den Sieg sowie auch im Gesamtranking die Goldmedaille. Jana Lang nahm mit ihrem Baron (74,4 Prozent) den Silberrang ein und wurde von Lucie-Anouk Baumgürtel mit ZINQ Hugo FH (73,6 Prozent) gefolgt. Im Gesamtranking musste letztere aber der Siegerin des ersten Tages, Valentina Pistner mit Flamboyant OLD, den Vorrang lassen. Bei den Pony und Junioren lief es für das Ländle nicht ganz so gut und so kassierten Allegra Elisabeth Hüttig mit Notre Petit und Clara Kohoutek mit Dark Dancer teure Fehler. Das kann passieren und genau hier sind wir wieder an folgendem Punkt: Schon alleine die Starterlaubnis der Nachwuchshoffnungen für den Preis der Besten sollte ein großer Erfolg sein.
Auch bei den Voltigierern mischte ein Talent aus dem Ländle mit und nicht irgendwie, sondern vielmehr wahrlich um die Podestplätze. Die Rede ist von Lara Andrew mit Longenführerin Lisa Huber. Auf dem Rücken von Bartelino hatte sie sich in der Pflicht und Technik zu den Plätzen vier und zwei geturnt. Heute am Finaltag lag dann leider nicht das letzte Quäntchen Glück auf der Seite des Erfolgsteams. So reihte sie sich mit 6,990 auf Platz fünf ein, wodurch sie in der Gesamtwertung leider auch denkbar knapp einen Podestplatz verpassten und auf dem dennoch bärenstarken vierten Platz landeten.
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