Kein baden-württembergischer Teilnehmer beim diesjährigen Piaff-Förderpreises 2024
Nach dem Auswahllehrgang in Warendorf stehen nun die Teilnehmer für den renommierten Piaff-Förderpreis 2024 fest. Sie dürfen bei den Qualifikationen in Mannheim (1.-7. Mai), Balve (6.-9. Juni), Bettenrode (11.-14. Juli) und Elmlohe (1.-4. August) starten und haben damit die Chance auf das Finale, das erstmals im Rahmen des CHI Donaueschingen stattfinden wird.
Sie sind die Zukunft des Dressursports. Die Rede ist von den Teilnehmern am Piaff-Förderpreis, welche junge Dressurreiter im Alter bis 25 Jahren beschreiben. Wo dem Dressursport früher viele gute Nachwuchstalente verloren gingen, entweder weil sie den Sprung zum Grand Prix verpassten, die „große“ Konkurrenz scheuten oder einfach, weil die Berufsausbildung Vorrang hatte, ist heute – dank des Piaff-Förderpreises – eine eigene Szene entstanden. Die Szene junger Grand Prix Reiter, die die Chance nutzen, sich langsam mit den höchsten Anforderungen des Dressurreitens vertraut zu machen, ohne dabei gleich gegen Profis und Topreiter starten zu müssen.
Erstmals war dem Auswahllehrgang ein „süddeutscher“ und „norddeutscher“ Lehrgang vorgeschalten, von wo sich die jungen Talente für den finalen Auswahllehrgang empfehlen konnten. In Warendorf selbst stand nun ein dreitägiger Auswahllehrgang auf dem Programm, welcher wie schon im vergangenen Jahr in einer als offiziell ausgeschriebenen Turnierprüfung auf Dreisterne-Niveau mündete.
Am Ende gab es aus baden-württembergischer Sicht leider keinen Grund zum Jubeln. Vielmehr wurde es für Anna Casper ziemlich bitter. Anna Casper und Birkhof’s Bacardi punkteten sich in der heutigen Dreisterne-Prüfung zu 67,5 Prozent und reihten sich auf Rang 13 ein. Auf eine ausdrucksvolle Trabtour mit energisch abfußenden Passagen folgten im Galopp gute Galopppirouetten und sichere Zweierwechsel. Abstriche mussten im versammelten Schritt und in fehlerhaften Einerwechseln gemacht werden. Alles in allem punkteten sie sich zu 67,5 Prozent, wodurch es erst einmal Zittern hieß. Am Ende verpassten die beiden das Ticket haarscharf. Denn von 26 Teilnehmern sollten sich nur die 12 bestplatziertesten Paare für den Piaff-Förderpreis qualifizieren. Bitterer geht es wohl kaum! Dennoch steht schon jetzt fest: Von diesem Paar wird man in diesem Jahr noch hören. Auch Viviane Thoma und ihre Ammonite schlugen sich tapfer. Sie reihten sich mit 66,4 Prozent auf Platz 20 ein. Für ein Ticket reichte es am Ende jedoch ebenso nicht.
Fast schon „einsam“ an der Spitze befand sich Moritz Treffinger. Der Bereiter von Gestüt Bonhomme durfte sich mit Cadeau Noir und Fiderdance über einen starken Doppelsieg freuen. Mit beiden Pferden gelangen ihm sehr gleichmäßige Runden mit etlichen Highlights. Im Sattel des Hengstes Cadeau Noir schnappte er sich mit 73,4 Prozent den Sieg, wobei unter anderem die Passagen, Verstärkungen, Galopppirouetten und Serienwechseln zu den Highlights der Prüfung zählten. Mit Fiderdance punktete er sich zu 71,9 Prozent und überzeugte besonders in der Piaff-Passage-Tour und den Galopppirouetten. Einzig Lia Welschof mit GB Dolcino konnte mit Treffinger „mithalten“ und reihte sich mit 71,7 Prozent auf Platz drei ein. Neben den Bundeskadermitgliedern Lucca-Sophia Collin, Helen Erbe, Felcitias Hendricks, Semmieke Rothenberger, Anna Schölermann und Thomas Trischberger dürfen die folgenden Paare am diesjährigen Piaff-Förderpreis teilnehmen:
- Moritz Treffinger mit Cadeau Noir und Fiderdance
- Lia Welschof mit GB Dolcino
- Alina Kaltstein mit United Europ
- Lucie-Anouk Baumgürtel mit Damien Hirst FH
- Cosima von Fircks mit Nymphenburg’s Easy Fellow
- Paul Löcher mit Soul Men
- Sophie Dammeyer mit Volare B
- Sophia Ritzinger mit Immerdale
- Elisabeth von Wulffen mit Triple A
- Ninya Wingender mit Qumulus AH
- Franziska Haase mit De Nino
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