Hans Gauß lebt nicht mehr
Er war auf seine Art eine Legende. Im Sattel seines kleinen Kämpfers Halunke schlug Hans Gauß manchem berühmten Reiter ein Schnippchen. Die Art wie er die Sprünge anritt, eher attackierte, sind vielen in Erinnerung geblieben. Hans Gauß aus Jettingen war ein Paradebeispiel dafür, wie Pferd und derart zu einer Einheit verschmelzen können, dass sie weit über sich hinauswachsen. Er war nicht nur ein lupenreiner Amateur, sondern ist stets der einfache Mann geblieben, heiter und gesellig, Handwerker von Haus aus, die Pferde im kleinen Stall am Familienhaus – aber genau darin ein Vorbild, dass man mit Mut, Talent, Zuversicht und guter Laune mit den Pferden so viel erreichen kann.
1971 feierte er seinen größten Erfolg mit einem achten Platz im Großen Preis von Ludwigsburg. Die Reiterkreise waren für ihn Heimat und fester Boden unter den Füßen. Sein Freundeskreis war ein harter Kern des Turniersports im Land: Fritz und Hans Pape, Kurt Maier, Thomas Borgmann, Gerd Sickinger. Sie sind für ihn durchs Feuer gegangen.
Diese Woche mussten sie Hans Gauß zu Grabe tragen. Er starb nach langer schwerer Krankheit, die ihm den Humor nicht nehmen konnte, im Alter von 80 Jahren.
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