Frankfurt: Starker Auftakt für Hansi Dreher
Hansi Dreher knüpft auch zum Auftakt des Frankfurter Festhallen Reitturniers an seine konstant gute Form der letzten Wochen an und springt im internationalen Eröffnungsspringen zugleich aufs Podest. Mit einer lockeren, aber durch enge Wendungen und einer flinken Galoppade schnellen Runde schnappte er sich im Sattel der neunjährigen Schimmelstute Jiniki Platz drei. Im Springen über 1,40 Meter stoppte die Uhr bei 57,99 Sekunden. An der Spitze ging es eng zu. So toppten zwei Reiter Dreher’s Zeit nur ganz knapp. Felix Haßmann galoppierte mit Quiwitino WZ (57,31 Sekunden) zum Sieg. Die Aufsteigerin der letzten Wochen, Marie Schulze-Topphoff folgte mit ihrer gewaltig springenden A Coruna auf Platz zwei (57,41 Sekunden). Auch Pia Reich durfte sich mit ihrem sympathischen PB Löwenherz über eine schöne Nullrunde freuen. Sie ließ es jedoch langsam angehen, so dass es mit einer Zeit von 67,10 Sekunden nicht mehr in die Platzierung reichte.
Die Dressur gestaltete sich ganz nach dem Motto „Neuer Tag und eine weitere Einlaufprüfung“, dieses Mal für das Finale im Louisdor-Preis. Neben dem NÜRNBERGER Burg-Pokal findet auch der mittlerweile über die Grenzen Deutschlands beliebten Louisdor-Preis seinen Jahresabschluss. Unzählige Pferde haben ihren Weg über den Louisdor-Preis in den internationalen Grand Prix-Sport gefunden. Aktuell prominentestes Beispiel: Dalera BB. Im vergangenen Jahr hatte Sönke Rothenberger die Ehrenrunde der Frankfurter Finalprüfung angeführt. In der heutigen Einlaufprüfung sah man ein dicht gedrängtes Feld, an dessen Spitze sich Beata Stremler mit ihrer selbstausgebildeten und eleganten Stute Fürstin Bea OLD (73,9 Prozent) setzte. Die neunjährige Stute brillierte vor allem mit einer ausdrucksvollen und schon gefestigten Piaff-Passage-Tour. Hinter Stremler folgte die Bayerin Yara Reichert mit Springbank (73,6 Prozent). „Das war cool oder?“- Das ging wohl Springbank nach dem Schlussgruß durch den Kopf. Stolz und vor allem völlig in sich ruhend blickte er ins Publikum. Yara Reichert selbst beschreibt ihn als ihr „Löwe – er ist mutig und selbstsicher“. Während in der heutigen Dreisterne-Prüfung einige Pferde noch mit der Kulisse zu kämpfen hatten, kam der neunjährige Hengst in die Bahn und wollte sich präsentieren. Selbstsicher spulte er das Dreisterne-Programm runter und punktete unter anderem mit energischen Trabverstärkungen, ausdruckvollen Passagen und diagonal abfußenden Piaffen sowie sicheren Serienwechseln. Ein paar Punkte gingen in der ersten Galopppirouette aufgrund einer nicht ganz optimalen Durchsprungs. Auf dem dritten Platz reihte sich Borja Carrascosa mit dem erst achtjährigen Frizzantino (72,7 Prozent) ein. Die beiden hatten in den Qualifikationen für ein Rekordergebnis von fast 80-Prozent gesorgt und auch in der ersten Frankfurter Prüfung konnte man dieses Ergebnis wahrlich nachvollziehen. Heute wurde die Note durch eine teilweise erkennbare Spannung von Frizzantino noch gedrückt. Doch die Betonung liegt auf noch. Bei den beiden ist am Sonntag sicherlich viel drin. Ingrid Klimke mit SAP Freudentänzer (72,5 Prozent) und Yara Reichert mit Valverde NRW (72,5 Prozent) folgten auf den Plätzen vier und fünf.
Den Sieg im internationalen Grand Prix de Dressage schnappte sich die Newcomerin des Jahres, Katharina Hemmer mit Denoix PCH und das mit neuer persönlicher Bestleistung von 73,8 Prozent. In Stuttgart waren Hemmer und Denoix bei ihrem ersten Hallenturnier am Start, wo der Fuchs noch „ungewohnt an“ war. In Frankfurt hatte das Paar trotz weihnachtlicher Dekoration zu gewohnter Sicherheit und Stärke zurückgefunden und sogar noch eine neue eigene Bestmarke aufgelegt. Auf Platz zwei und drei folgten Isabell Werth mit SuperB (73,2 Prozent) und Ingrid Klimke mit First Class (70,8 Prozent). (msb)
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