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Freitag, 17.11.2023 um 22:41

Ein Brite ist neuer "German Master"

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Der Big Ben läutete den Sieg ein: Der erst 24-jährige Engländer Harry Charles, der in Nordirland geboren ist,  hat am späten Freitagabend das German Master-Springen gewonnen. Als letzter Starter im Stechen nahm er im Sattel des zwölfjährigen Oldenburgers Aralyn Blue dem bis dahin führenden Europameister Steve Guerdat drei Zehntelsekunden ab – was eigentlich fast unmöglich schien. Denn der Schweizer hatte mit dem Schweizer Wallach Albführens Iashin Sitte keine Sekunde verschenkt – dachte man. Dann kam der Brite und legte nochmal los. Charles ist der jüngste German Master-Sieger aller Zeiten. Das Springen als erster sportlicher Höhepunkt des Stuttgart German Master-Turniers war mit 100 000 Euro dotiert.

Die französische Olympiareiterin Penelope Leprevost wurde mit dem Schwedenwallach Texas Dritte. Die Französin zeigt sich in Stuttgart übrigens als Paar mit dem hierzulande ansässigen bulgarischen Springreiter Konstantin van Damme. Auf Rang vier landete der ebenfalls erst 25-jährige deutsche Nationenpreisreiter Philipp Schulze-Tophoff auf dem langbeinigen Westfalenwallach Clemens de la Lande. Das Stechen mit langen Galoppstrecken war ihm auf den Leib geschneidert. Die Zeit hätte auch gereicht, aber der junge Westfale musste unter den Augen von Bundestrainer Otto Becker einen Abwurf im Stechen hinnehmen – dennoch eine starke Leistung. Die beiden Schweizer Pius Schwizer mit Just Special und Alain Jufer mit dem schönen Schimmel Dark Grey waren noch ins Stechen gelangt.

Die Fans aus Baden-Württemberg fieberten mit Hans-Dieter Dreher, der sich nach zwei vorderen Plätzen in den Qualifikationen mit Vorschusslorbeeren qualifiziert hatte. Aber sein 14-jähriger Franzosenwallach Vestmalle de Cotis war an diesem Abend nicht ganz so rittig, wie es die Springbahn erforderte: ein Abwurf war nicht vermeidbar. Dreher setzt im Weltcup-Springen am Sonntag sein Toppferd Elysium ein. Es ist zehn Jahre her, dass er damals mit Embassy II den Großen Preis von Stuttgart gewinnen konnte. Übrigens ebenfalls am Start sind dann die für Österreich startende Alessandra Reich mit Oeli und der Schweizer Adrian Schmid mit Chicarito. Beide leben ja in Baden-Württemberg (rok/Foto: TomsPic)

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