Die Baden-Classics sind Geschichte
Auch im Frühjahr 2024 wird es in Offenburg kein Baden-Classics-Turnier geben. Das haben jetzt Turnierchef Reinhard Schill und Johannes Röderer von der Messe Offenburg bestätigt. Zumindest im Moment bedeutet dies wohl das Aus für das wichtigste Hallen-Frühjahr-Turnier des Landes.
"Stand heute müssen wir sagen, dass wir kein Turnier mehr anbieten können, nur wenn sich die Rahmenbedingungen wesentlich verbessern", beschreibt es Röderer, Eventchef der Messe. Er und Schill nennen vor allem wirtschaftliche Gründe. Die Veranstaltungskosten, vor allem die Energie, aber auch die externen Dienstleistungen, seien in den vergangenen Jahren zu stark gestiegen, um am Ende eine "schwarze Null" zu schreiben. Paralell dazu seien wichtige Sponsoren wie die Südwestbank weggebrochen.
Das letzte Baden-Classics-Turnier, jeweils ein CSI** mit Voltigieren und Rahmenprogramm, fand im Februar 2020 statt. Dann fiel es wegen Corona zwei Jahre lang aus, wegen der Energie- und Wirtschaftskrise auch 2023. Die 2024er-Veranstaltung bewirbt die Messe noch auf ihrer Homepage. "Wir wollen die Absage nicht so an die große Glocke hängen", erklärt Röderer.
Die Baden-Classics in den Offenburger Messehallen waren seit 2008 ein Standort der internationalen Springsportszene. Hinter dem Turnier stand die Ichenheimer Springreiter-Familie Schill, dazu kamen der Springreiterprofi Thomas Kohler und Gotthilf Riexinger in der Turnierleitung. Das Turnier entwickelte sich kontinuierlich nach oben, wenn auch nicht ganz so schnell wie gewünscht, was die Zuschauerzahlen anging. Wichtg war es vor allem auch für die Voltiszene wegen einer international eingbetteten Volti-Trophy.
Das Reiterjournal nutzte die großzügige Kulisse einige Male für ihr Achter-Team-Finale. Dieses wird nun 2024 wieder im Rahmen der "Pferd Bodensee" in der Messe Friedrichshafen veranstaltet (rok/Foto: Markus Hinzke).
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