Böblingen: Luisa Kölz siegt in letzter Etappe des Nürnberger Burg-Pokals vor dem Finale
Fast schon traditionell findet in Böblingen die letzte Etappe des NÜRNBERGER Burg-Pokals der baden-württembergischen Springjunioren vor dem großen Finale im Rahmen der Stuttgart German Masters statt. Die Letzten werden die Ersten sein, so heute auch in der Stilspringprüfung der Klasse M*, in dessen Starterliste sich 22 Paare eingeschrieben hatten. Mit einer Traumnote von 8,8 setzte sich Luisa Kölz mit ihrem Quintino verdientermaßen an die Spitze. Die 18-jährige Springreiterin aus Leingarten zauberte eine schön anzusehende, konzentrierte Runde in die Bahn. Mit einem Sieg hat die Berufsreitertochter nicht gerechnet. „Ich reite viel lieber draußen, in der Halle muss ich immer nach der Bande schauen und die Sprünge kommen so schnell.“ Mama Verena Kölz ergänzt mit einem breiten Grinsen: „Luisa war heute brutal aufgeregt.“ Das sah man der jungen Springreiterin im Parcours aber gar nicht an. Für die 18-jährige Schülerin wird es der zweite Finalstart bei den Stuttgart German Masters sein. „Nachdem es bei der letzten Quali gar nicht lief, wusste ich, dass ich heute richtig gut sein muss, um es noch ins Finale zu schaffen.“ Vor heimischen Toren hatte Kölz in Leingarten zwei Fehler gehabt. Es sei einfach nicht ihr Tag gewesen, in der Prüfung zuvor war sie mit einem anderen Pferd in die Kombi gestürzt.
Lange hatte Maximiliane Fimpel mit ihrer Holsteiner Stute Cartagena aus der familieneigenen Zucht vorne gelegen. Mit gerade einmal 13 Jahren eines der Küken des Feldes, bewies Fimpel auch in Böblingen ihre Klasse im Sattel. Über die letzten Monate reifte das Talent der jungen Amazone aus Kißlegg noch weiter heran, nicht umsonst vertrat Fimpel im Sommer die deutschen Farben bei den Europameisterschaften der Children. Die Runde in Böblingen legte die Vorjahressiegerin des Nürnberger Burg-Pokal Finales clever an, jeder Sprung passte und Cartagena machte toll mit. Das belohnte die Jury mit einer 8,7.
Auf Rang drei mit einer 8,5 sprang Elisabeth Maria Geisinger mit Lillith. „Meine Stute ist gerade richtig gut drauf“ freute sich die 16-jährige Schülerin von Marcus Rieger. Für die Elftklässlerin wird es der erste Finalstart bei den Stuttgart German Masters sein. Vor zwei Jahren wäre ihr das Kunststück schonmal gelungen, im Corona-Jahr fand das Finale dann allerdings in Böblingen und nicht in Stuttgart statt. „Im letzten Jahr habe ich mich noch mehr auf die Ponyspringen konzentriert, umso mehr freue ich mich jetzt“. Ihre Oldenburger Stute Lillith hat Geisinger schon etwas mehr als zwei Jahre. Zuletzt durfte sich das Duo aus Reichenbach-Hochdorf u.a. über die Goldmedaille der Württembergischen Meisterschaften im Feld der Junioren freuen.
In der Etappe von Böblingen sprang Mia Sophie Hauß mit ihrer treuen Stute Epona auf Rang vier mit einer 8,4. Die Schülerin von Timo Beck verwies damit Tanita Muckle mit ihrem Schimmel Cookie auf Rang fünf, die eine 8,3 erhielten. Muckle, die im Oktober ihren 18. Geburtstag feiern darf, reitet ihre erste M-Saison – und das sehr erfolgreich! Ihren Schimmel Cookie hat sie erst seit Anfang des Jahres. Die Platzierung komplettierten Mia Cara Brugger und Mathilda Gläsel auf Platz sechs, Fabian Herre und Marnix van de Leeuwerk sprangen auf den achten Platz.
In Kürze wird der Pferdesportverband Baden-Württemberg die diesjährigen Finalisten des NÜRNBERGER Burg-Pokals veröffentlichen. Die 15 punktbesten Reiter sichern sich ein Ticket. Wichtig! Pro Reiter werden nur die vier besten Ergebnisse der sechs Stationen gewertet. (akb)
Foto: Luisa Kölz/Quintino (D.Matthaes)
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