CHI Classics Basel 2024: Die Soirée Hippique, ein Abend unter Pferdefreunden, gibt einen Vorgeschmack auf das Weltcup-Turnier
Weltcup-Prüfungen in Dressur und Springen, das Weltcup-Finale der Voltigierer sowie erstmals U25-Prüfungen für Nachwuchsreiter und zahlreiche weitere Prüfungen – die Longines CHI Classics Basel bieten vom 11. bis 14. Januar 2024 ein umfangreiches Programm auf höchstem sportlichen Niveau in der St. Jakobshalle. Zum 13. Mal findet das Turnier bereits statt. Zu diesem Anlass hatte Verwaltungsratspräsident Dr. Thomas Straumann zahlreiche Gäste am Dienstagabend zu einer „Soirée Hippique“ in der historischen Reithalle Wenkenhof in Riehen eingeladen. Der gesellige Abend unter Pferdefreunden im wunderschönen Ambiente lud zum gegenseitigen Austausch und Kennenlernen ein und gab einen Vorgeschmack auf das große Event im Januar. Verwöhnt wurden die Gäste vom Team des Grand-Hotels Les Trois Rois in Basel.
Podiumsdiskussion mit Andrina Suter, Michel Sorg und Fredy Knie jun.: "Die Freundschaft zum Pferd vertiefen und Vertrauen aufbauen!"Zu Gast waren auch Andrina Suter, die 2022 beim Finale des Nürnberger Burg-Pokals in der Frankfurter Festhalle mit einem Doppelsieg begeisterte, sowie der Schweizer Equipe-Chef der Springreiter, Michel Sorg, und der ehemalige Zirkusdirektor Fredy Knie jun., der die Leitung des Schweizer Nationalcircus inzwischen an die nächste Generation übergeben hat. Die drei Persönlichkeiten der Pferdeszene trafen sich auf der Bühne zu einer Podiumdiskussion unter dem Motto „Das Pferd, mehr als nur ein Ross“, moderiert von Michèle Schönbächler. Dabei standen neben der Ausbildung der Pferde auch die Themen Tierschutz und Tierwohl im Fokus. Andrina Suter war sozusagen vom Pferd abgestiegen und direkt nach Riehen gereist, sie hatte an dem Tag bereits sieben Pferde geritten. In der Ausbildung ihrer vierbeinigen Partner liegt ihr besonders die Freundschaft zu ihnen am Herzen: „Die Beziehung zu dem Pferd aufbauen und vertiefen, das Pferd putzen, ausreiten, ausmisten, all das gehört für mich dazu, um ein Team zu sein“, erzählte die 31-Jährige, die in Dörflingen in der Schweiz auf einem Bauernhof lebt.
Diese Werte möchte Equipe-Chef Michel Sorg besonders den Nachwuchsreitern bei seiner Tätigkeit in der Schweizer „Youth Jumping Academy“ mit auf den Weg geben. Die Academy wird ebenfalls unterstützt von Dr. Thomas Straumann und seiner Familie. Dass es 2024 in Basel erstmals U25-Prüfungen geben wird, sieht er als tolle Möglichkeit, damit auch die Nachwuchsreiter in einer solch besonderen Atmosphäre Erfahrung sammeln und den Profis zuschauen können. Außerdem seien solche Prüfungen ein Zuschauermagnet für die Familien und Freunde der jungen Reiter, die so den Sport genießen können und erleben, wie sich der Sport mit dem Pferdewohl und dem Tierschutz vereinen lässt.
Auch legen die Veranstalter großen Wert auf das Pferdewohl und eine optimale Unterbringung der vierbeinigen Sportler. „Wir haben die Boxen vergrößert, es gibt zwei Solarien und mehr Waschplätze für die Pferde“, erzählte Präsident Andy Kistler. Auch am Wellness-Faktor wird nicht gespart: Nach ihrem sportlichen Einsatz dürfen die Pferde unter einer warmen Dusche entspannen, besonders angenehm bei den kühlen Temperaturen im Januar. Darüber wird sich sicherlich auch die Queen des Dressursports freuen. Denn Andy Kistler verriet ebenfalls, dass Jessica v. Bredow-Werndl mit ihrer Dalera dabei sein wird, schließlich ist Dalera durch ihre Besitzerin Beatrice Bürchler-Keller Halb-Schweizerin.
Das tägliche Showprogramm steht 2024 unter der Regie des Circus Knie. Der 22-jährige Ivan Knie führt die Tradition seines Großvaters Fredy Knie jun. fort und wird eine Freiheitsdressur mit 30 Pferden zeigen. Einen kleinen Einblick in die Künste der Artisten gab das Duo Flame. Vladyslav Ivashkin und Aiusha Khadzh Khamed zeigten den Gästen der Soirée eine berührende und gleichermaßen beeindruckende Vorstellung aus Tanz und Akrobatik. Die Zuschauer der CHI Classics Basel dürfen täglich die Show des Circus Knie genießen. In der Podiumsdiskussion begeisterte Fredy Knie jun. mit seiner offenen Art und Direktheit, als er von seinem ersten Show-Pferd erzählt, ein Charakterkopf, der immer alles richtig machen wollte und nicht einmal mehr ein Leckerli annahm, wenn in der Vorstellung nicht alles geklappt hatte. „Da soll mal einer sagen, Pferde sind blöd. Wer so etwas sagt, ist doch selbst ein Dummkopf“, nahm er kein Blatt vor den Mund und brachte mit seinen Aussagen kurzerhand alle Gäste zum Lachen.
Mit akrobatischen Einlagen werden neben den Artisten des Circus Knie auch die Voltigierer begeistern, wenn diese ihr Weltcup-Finale austragen. Stellvertretend war der Voltigierer Lukas Heppler zu Gast in Riehen. „Wir freuen uns riesig, dass unsere Disziplin vertreten sein wird“, sagte er im Gespräch mit Andy Kistler. Zweifellos wird das Finale in der St. Jakobshalle in Basel einen würdigen Rahmen erhalten. (mj/Fotos: Katja Stuppia)
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