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Montag, 04.09.2023 um 08:17

WM Oirschot: Anna Genkinger und Steffen Brauchle krönen ihr Wochenende mit Bronze

Fahrt zu Doppel-Bronze: Anna Genkinger aus Pfalzgrafenweiler | Foto: Andreas König | hippoevent.at  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Bei den Weltmeisterschaften der Ponyfahrer im niederländischen Oirschot ging die deutsche Equipe nicht leer aus. Drei Bronze-Medaillen gewann das Team um Bundestrainer Karl-Heinz Geiger. Eine ging an Steffen Brauchle bei den Vierspännern, eine ging an Anna Genkinger bei den Einspännern und eine war das Ergebnis der Mannschaftswertung – das Ländle hat zur diesjährigen Medaillenbilanz der deutschen Fahrer also gehörig beigetragen! „Wir sind sehr froh, dass es mit einer Team-Medaille geklappt hat, nachdem wir vor zwei Jahren als Vierter ohne Medaille nach Hause fahren musste“, freute sich Bundestrainer Karl-Heinz Geiger in einem offiziellen Pressestatement der FN. Der Sieg ging an die Titelverteidiger aus den Niederlanden (454,38), Silber gewann das Team aus der Schweiz (454,70), Bronze mit 478,34 Punkten das deutsche Team.

Für das Mannschaftsergebnis fahren jeweils zwei Fahrer je Nation und Anspannungsart. Das jeweils bessere Ergebnis einer Anspannungsart zählt für die Team-Wertung. Im Fall der Einspänner zählte in jeder Disziplin das Ergebnis von Anna Genkinger, allein das ist ein beachtenswerter Erfolg beim zweiten Championatseinsatz. Die 26-jährige Fahrerin aus Pfalzgrafenweiler lag mit ihrer Bella Donna nach der Dressur auf Rang neun. Das anspruchsvolle Gelände beendete das eingespielte Duo auf einem starken sechsten Platz, so konnten sich die beiden nach vorne arbeiten. Mit einem vierten Platz im Kegelfahren war Anna Genkinger die Bronzemedaille sicher. „Es war einfach unglaublich“ begann Genkinger ihr Abschlussfazit überglücklich. „Der Kegelparcours war sehr schwer, was mir aber entgegenkam! Ich hatte zwar einen Ball am 8. Kegelpaar, aber Bella war mega. Ich habe nicht damit gerechnet im Einzel Bronze zu gewinnen und freue mich auch riesig über die Team-Medaille!“ Gold gewann der Schweizer Cédric Scherrer, der sich nach einem Sieg in Dressur und Marathon gar zehn Punkte im Kegelfahren erlauben konnte. Berengere Cressent holte Silber nach Frankreich.

Zum Mannschaftserfolg der Deutschen trug auch Steffen Brauchle, Genkingers Schwager, maßgeblich bei. Schließlich zählten auch von ihm die Ergebnisse aller drei Teildisziplinen in die Wertung. Der 35-jährige Fahrer aus Pfalzgrafenweiler hielt bereits als Viertplatzierter der Dressur Anschluss zur internationalen Spitze. Im Gelände war Brauchle stark unterwegs und kam als Zweiter ins Ziel, damit konnte er nochmal Boden gut machen. Im abschließenden Kegelfahren erlaubte sich Brauchle 13,35 Fehlerpunkte (Platz fünf) und besiegelte damit den Gewinn der Bronzemedaille. Auch mit null Punkten aus dem Hindernisfahren, wäre es übrigens Bronze geworden. Die neue Weltmeisterin Marijke Hammink hatte sich nach einem Sieg in der Dressur und Platz vier im Marathon einen komfortablen Vorsprung aufgebaut. Ebenso der Schweizer Yannik Scherrer, der den Vizel-Titel hinter der Holländerin gewann.

Mit seinem ersten WM-Einsatz zeigte sich auch Patrick Harrer rundum zufrieden, auch wenn sich der Fahrer aus Straubenhardt etwas mehr erhofft hatte. Harrer war mit seinem Welsh-Gespann auf Rang zwölf in der Dressur in die Wettbewerbe gestartet. Das folgende Gelände lief nicht wie geplant. „Ich wollte am Anfang etwas zu viel. Das hatte sich dann u.a. mit zwei Stehern gerächt.“ So wurde es Rang 16 im Gelände. Im Kegelfahren kamen 23.63 Punkte hinzu, Platz 14. In der Endabrechnung wurde es so ebenfalls Rang 14. (akb)

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