Münster: Steffen Brauchle fährt zu Gold, Patrick Harrer zu Bronze
Erfolge für Baden-Württembergs Pony-Vierspännerfahrer: Steffen Brauchle sicherte sich einen weiteren Münster-Sieg, Patrick Harrer durfte sich neben Platz drei über eine besondere Ehrung freuen.
Als Highlight ließ sich das Münsteraner Publikum auch in diesem Jahr am Freitagabend von den Ponyfahrern mitreißen. Zu einem kombinierten Hindernisfahren mit Geländehindernissen waren zwei Vierspännerfahrer aus dem Ländle zum AGRAVIS-Cup in die vertraute Halle Münsterland zurückgekehrt. Nachdem Patrick Harrer im vergangenen Jahr gleich zu Beginn seiner Indoor-Karriere einen erfreulichen Sieg gefeiert hatte, konnte der Hufschmied aus Straubenhardt auch diesmal sein Können unter Beweis stellen. Auch wenn es nicht ganz so optimal lief wie im Vorjahr, reichte seine fehlerfreie Zeit von insgesamt 257,61 Sekunden aus beiden Umläufen für den dritten Platz.
Bereits nach Umlauf eins hatte Michael Bügener (Westfalen) Rang zwei belegt. In seinem zweiten Durchgang musste er mit seinen Ponys jedoch fünf Strafpunkte in Kauf nehmen, sodass für ihn am Ende ein Gesamtergebnis von 249,98 Sekunden zu Buche stand. Nun lag es an Steffen Brauchle, der als Schnellster des ersten Durchgangs als letzter Starter zu seinem zweiten Umlauf in die Halle fuhr. Der mehrfache Pony-Vierspänner-Weltmeister wusste auch in Münster erneut seine Klasse zu demonstrieren. Brauchle lenkte sein Indoor-Gespann bestehend aus Dana, Diamant, T’Pau und Nepomuk gekonnt in engen Wendungen durch die Geländehindernisse und ließ sie ihr hoher Frequenz durch die Kegelpaare galoppieren. Belohnt wurde dieser Auftritt mit einem Gesamtergebnis von 243,24 Sekunden – und der goldenen Schleife für Steffen Brauchle und seine Ponys. Damit fügte er seiner Vita einen weiteren Sieg in der Vierspänner-Prüfung des AGRAVIS-Cups hinzu und baute zugleich seinen Vorsprung als „Fahrer mit den meisten Siegen in Münster“ weiter aus.
Ehre, wem Ehre gebührt
Aus baden-württembergischer Sicht gab es bei der Siegerehrung gleich mehrfach Grund zur Freude. Neben den Top-Platzierungen wurde eine besondere Ehrung verliehen: Ohne Vorwissen wurde Patrick Harrer mit einer Auszeichnung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) überrascht. Für seine Erfolge im Rahmen der Weltmeisterschaft der Ponyfahrer 2025, bei der er als Vierspännerfahrer Teil des deutschen Teams war und Mannschaftssilber gewann, erhielt Harrer das FN-Ehrenzeichen in Silber. Die Ehrennadel wird seit 1971 als Anerkennung besonderer sportlicher Leistungen verliehen –im Fall von Patrick Harrer für seine erfolgreiche WM-Teilnahme. Eine verdiente Würdigung für den ambitionierten Pony-Vierspännerfahrer, der sich inzwischen als fester Bestandteil des Championatskaders etabliert hat.
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