Perfekte Performance - Michael Jung nach Dressur auf EM-Goldkurs
Am verregneten zweiten Dressurtag lieferten Michael Jung und fischerChipmunk im Viereck von Le Pin au Haras eine perfekte Performance ab, sorgten für Gänsehautmomente unter aufgespannten Regenschirmen und liegen mit 19,4 Punkten (80,63 Prozent) vor Rosalind Canter und Lordships Graffalo (21,3) sowie dem britischen Einzelreiter Tom Mc Ewen mit JL Dublin (22,0) deutlich in Führung. Apropos Briten -deren, zugegebenermaßen erwartete Dominanz, wäre da nicht unser Michi, setzt sich bis zu Platz sechs, den vor dem morgigen Gelände Tom Jackson auf Capels Hollow Drift mit 25,7 Zählern einnimmt, fort. Ganz klar also, dass die Reiter von der Insel auch an Tag zwei der Dressur mit 67,1 Zählern die Spitzenposition im Team-Ranking einnehmen. Die deutsche Mannschaft, zu deren bisherigem Ergebnis von starken 76,3 Punkten, neben Jung und dem bereits gestern gestarteten Christoph Wahler (28,3), (Malin Hanssen-Hotopp lieferte das Streichergebnis mit 31,5), heute auch Sandra Auffarth die Einzelweltmeisterin von 2014 beitrug, geht von Platz zwei aus ins morgige Gelände. Mit Viamant du Matz kam Auffarth im Viereck auf ein Ergebnis von 28,6 Punkten, was im Einzel aktuell Platz elf bedeutet. In der Teamwertung momentan auf Platz drei (90,9) liegen, unter anderem dank einer heute überragenden Karin Donckers (26,5), die Belgier.
Bereits kurz nach Beginn ihres Ritts im EM-Viereck setzten Michael Jung und sein 15-jähriger Wallach mit dem Halt Akzente – eine glatte Zehn gab es dafür von der Richterin bei C. Auch die anschließende Trabtraversalle nach rechts, perfekt! In diesem Stile ging es weiter, so wurde der Übergang vom starken in den versammelten Galopp mit der glatten Neun bewertet und auf beide wartete nach dem abschließenden Gruß nicht nur der verdiente Jubel des deutschen Teams am Ausritt.
Der deutsche Einzelreiter Jérôme Robiné geht im Sattel seines Iren Black Ice mit einer persönlichen Bestleistung von 26 Punkten vom aussichtsreichen siebten Platz ins anspruchsvolle Gelände. Für Nicolai Aldinger den gebürtigen Baden-Württemberger und Sohn des Turnierleiters der Marbacher Vielseitigkeit, Dieter Aldinger, der selbstverständlich persönlich in Le Pin die Daumen drückt, geht es mit seinem Holsteiner Schimmel Timmo und 33,3 Punkten von Platz 34 in den Cross. Dort ist morgen Hochspannung geboten, wenn um 12 Uhr das erste Pferd aus der Startbox galoppiert. (wentsch)
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