„Gelbe Karte“ für Adrian Schmid
Bei den Baden Classics in Offenburg, die am Sonntagabend zu Ende gegangen sind, gab es auch zwei sehr unerfreuliche Zwischenfälle. Wie Turnierleiter Gotthilf Riexinger bestätigte, stellten die Stewards bei der Pferdekontrolle eines Youngster-Springens regelwidrige Ausrüstung in zwei Fällen fest.
In einem Fall des für die Schweiz startenden Oberschwaben Adrian Schmid waren Gamaschen an den Beinen der siebenjährigen Schimmelstute Clarima so angelegt, dass die Stute aus dem Stall Deuerer darunter Hautreizungen aufwies. Die Stewards mussten davon ausgehen, dass die Pferdebeine dadurch empfindlicher gemacht werden sollten.
Die Jury entschied in Abstimmung mit der Turnierleitung für eine sofortige Disqualifikation für das ganze Turnier, sowie für eine so genannte „Gelbe Karte“, die bei der FEI veröffentlicht wird. Der Reiter darf nun ein ganzes Jahr lang nicht mehr auffällig werden, sonst droht eine längere Sperre.
Pferdebesitzer Hans-Jürgen Deuerer sorgte dafür, dass Schmid seine Disqualifikation widerspruchslos akzeptierte und sich bei den Stewards entschuldigte. Deuerer erklärte, er halte die Erklärung des Reiters für glaubhaft und gehe davon aus, dass es keine absichtliche Manipulation war sondern ein Versehen. Die von Natur aus sehr vorsichtige Stute habe sicher keine „Nachhilfe“ nötig.
Schmid hatte angegeben, sein Pfleger habe vergessen, das passende Lammfell in die Gamaschen einzulegen, so dass die Klettverschlüsse gescheuert hätten. Er als Reiter habe versäumt, die Gamaschen zu überprüfen. „Das war ein dummer Fehler, aber Adrian bekommt von mir noch eine Chance“, erklärte Deuerer.
„Der Reiter hat sich entschuldigt, aber dennoch ist ein solches Verhalten mit einem sauberen Sport natürlich nicht vereinbar“, so Riexinger.
Auf einem eigenen Pferd war Adrian Schmid zuletzt schon im Finale des BW-Bank-Springens wegen einer unzulässigen Zäumung disqualifiziert worden.
Wegen „Tapen“ unter den Sprunglocken seines Pferdes Gerwena wurde ebenfalls der Däne Martin Dinesen Neergaard verwarnt. Von einer Disqualifikation sah die Turnierleitung in diesem Fall aber ab. (rok).
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