Schrecksekunde: Alshehab im Krankenhaus
Der bei Herrenberg ansässige syrische Springreiter Mogheeth Alshehab ist am ersten Tag des Turniers auf den Immenhöfen in Donaueschingen schwer gestürzt. Im Einlaufspringen der Mittleren und Großen Tour, einem Springen über 1.35 Meter, wollte Alshehab im Sattel seines Wallachs Zalasar eine gewagte Abkürzung nehmen, die Sönke Aldinger - später Sieger der Prüfung - bereits gelungen war. Aber über dem Sprung verfing sich der neunjährige Oldenburger im Martingal, stürzte und begrub seinen Reiter unter sich.
Rund um die Arena herrschte erschrockene Stille, als Alshehab regungslos auf dem Boden liegen blieb. Offenbar hatte er durch den Sturz Atemnot. Er wurde vor Ort von einem Notarzt behandelt, schon wenige Minuten später kreiste ein Rettungshubschrauber über dem Platz, der den Patienten in die Klinik nach Villingen-Schwenningen brachte. Dort wurden drei Rippenbrüche diagnostiziert, außerdem Platzwunden im Gesicht, die genäht werden mussten. Aufatmen dann bei seiner Familie: Alles wächst wieder zusammen. "Ein guter Helm hat schlimmere Verletzungen verhindert", erklärte Alshehabs Frau Lydia, die selbst Berufsreiterin ist. Sie lobte außerdem den schnellen und professionellen ärztlichen Einsatz.
Unter dem Einfluss von Schmerzmiteln ließ der Patient aus dem Krankenhaus am Freitag zunächst schon wieder ausrichten: „Nächste Woche reite ich wieder.“ Daraus wird allerdings nichts, die Ärzte haben sechs Wochen Reitpause verordnet. Den Wallach Zalasar ließen die Alshehabs gleich tiermedizinisch untersuchen. Die gute Nachricht: Das Springpferd blieb unverletzt. Alshehab muss bis Montag zur Kontrolle in der Klinik bleiben, dannt kann die Familie erst einmal in Urlaub fahren. rok/Foto: D. Matthaes
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