Kronberg: DSP Sheldon Cooper und Carina Harnisch machen die Sensation perfekt
Er ist einfach ein echter Sheldon Cooper, dem seine Augen bei Aufgaben und Herausforderungen nur so vor Eifer und Wissbegierde blitzen. Die Rede ist von DSP Sheldon Cooper. Der neunjährige Sezuan-Nachkomme machte unter dem Sattel seiner Ausbilderin und Besitzerin Carina Harnisch beim großen internationalen Dressurfestival auf dem Schafhof in Kronberg die Sensation perfekt und schnappte sich im Louisdor-Preis ein heißbegehrtes Ticket. Auch Tina von Briel und Tallahassee zeigten sich erneut in Top-Form.
Wenn auch das Turnier in Kronberg erst das dritte Turnier auf Dreisterne-Niveau für DSP Sheldon Cooper war, in den vergangenen Wochen hatte sich der heutige Sensationserfolg wahrlich schon angekündigt. Nach dem gemeinsamen Finalauftritt von Carina Harnisch und DSP Sheldon Cooper im Nürnberger Burgpokal der jungen Dressurpferde in Frankfurt im vergangenen Jahr hatten die beiden über den Winter den Sprung in die Dreisterne-Klasse gemeistert und die S***-Premiere beim Dressurturnier in Böblingen zugleich mit einem Sieg beendet. Darauf folgten Top-Platzierungen bei den Winterlingen Winners und nun in Kronberg zwei Dreisterne-Siege bei großer Konkurrenz. Schon in der gestrigen Einlaufprüfung hatten sich die beiden den Sieg geschnappt und sich mit 73,4 Prozent gegen Helen Langenhanenberg mit Zoom (72,9 Prozent) und Rudolf Widmann mit Jewel Star (71,4 Prozent) durchgesetzt. Dabei war den beiden eine technisch weitesgehend fehlerfreie Runde gelungen, wobei unter anderem die schon gut ausgereiften Passagen, die top zentrierten Galopppirouetten und die schnurgeraden sowie sicheren Serienwechsel zu den Highlights zählten. Auch heute beeindruckten die Öhringerin und der großrahmige Fuchswallach mit hoch abfußenden und gut ausgehaltenen Passagen, Verstärkungen mit guter Rahmenerweiterung, fließenden und weitkreuzenden Trabtraversalen und aktiven Piaffen, so dass der Zwischentrend nach der Trabtour bei 74 Prozent lag. Im Galopp kamen kleinste Galopppirouetten mit hoher Lastaufnahme hinzu, wofür die Richter auch unter anderem die Note 9 zückten. Doch dann kam das heutige kleine Aber. Denn sowohl in den Einer- als auch Zweierwechsel schlichen sich kleine Fehler ein, was natürlich wertvolle Punkte kostete. Dennoch reichte es am Ende auch heute mit bärenstarken 73,5 Prozent für den überlegenen Sieg vor erneut Helen Langenhanenberg mit Zoom (72,7 Prozent) und Rudolf Widmann mit Jewel Star (71,1 Prozent). Neben dem heutigen Sieg gab es für Carina Harnisch und DSP Sheldon Cooper noch das Finalticket im Louisdor Preis oben drauf. Somit dürfen die beiden auch in diesem Jahr zum Turnier in der Frankfurter Festhalle reisen. Was für ein Sensationserfolg! Auch Dr. Dietrich Plewa, der im Anschluss jeden Ritt kommentierte, war voll des Lobes: „Dieses Pferd hat eine unheimlich gute Einstellung. Er hat auf der einen Seite den gewünschten Vorwärtsdrang, die Gehlust, die er in den Verstärkungen voll auslebt, auf der anderen Seite ist das Pferd losgelassen gepaart mit der notwendigen Körperspannung“. Plewa hob vor allem die schon gut ausgereiften Passagen hervor und lobte die Versammlungsbereitschaft in den Piaffen und Galopppirouetten hervor. Mit diesen Worten geht’s nun also ab in Richtung Frankfurt!
Tina von Briel und Tallahassee erneut unschlagbar
Auch Tina von Briel und ihr Tallahassee machten heute eins, was die beiden wohl aktuell am liebsten tun, siegen. In der internationalen Amateur-Tour schnappte sich das Erfolgspaar mit 69,9 Prozent den Sieg und überzeugte einmal mehr mit ausdrucksvollen Verstärkungen und toll ins Bergauf gesprungenen Dreier- und Zweierwechseln. In der ersten Galopppirouette ging der Durchsprung leicht verloren. Auch Patricia Borst freute sich im Sattel ihrer Quirina mit 66,4 Prozent über den dritten Platz in dieser Prüfung. Tina von Briel hatte die erste Prüfung der Amateure, eine S*-Dressur, weggelassen. In Abwesenheit von ihr hatte sich die heutige Zweitplatzierte, Andrea Dienstbach mit Finurah, den Sieg geschnappt. Auch Nadja Bühler und ihr Don Alfredo hatten sich in der S*-Dressur mit Platz fünf eine Top5-Platzierung geschnappt. Bei den Amateuren auf Dreisterne-S-Niveau sicherte sich Anna Magdalena Scheßl mit ihrer ganggewaltigen Dubary in der Intermediaire II Platz zwei hinter Yara Reichert mit Valverde. Erneut top zeigten sich Saskia Löwel und ihre Fürstenballerina Live. Die beiden behaupteten sich in einem starken Starterfeld der kleinen Tour und beendeten ihre internationale Premiere mit Platz vier im Prix St. Georges (70,6 Prozent) und Platz drei in der Intermediaire I (69,1 Prozent). Die Siege in dieser Tour sicherte sich Dorothee Schneider mit Maxi Krafts Barcelo OLD. Vera Breidenbach und ihre vielversprechende FBW Fürstin Primavera sicherten sich nach Fehlern am ersten Tag, in der Intermediaire I Rang fünf (68,8 Prozent). Apropos FBW Fürstin Primavera: In unserer neuen Ausgabe finden Sie ein ausführliches Porträt zu dieser achtjährigen Stute. Hier gelangen Sie zur aktuellen Ausgabe.
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