Bühl: Anna Genkinger und Philipp Stolzenberger halten Siege im Ländle
Das internationale Fahrturnier in Bühl zählt nicht ohne Grund zu den größten Deutschlands. 120 Starter waren an diesem Wochenende in Bühl am Start, 15 Nationen kamen zusammen. Die Teilnehmer legten teils hunderte von Kilometer zurück um in den internationalen Zwei- und Drei-Sterne-Prüfungen der Ein- und Zweispänner an den Start zu gehen. Da die Prüfungen teils auch als WM-Qualifikationen bzw. Sichtungen galten, war das Niveau dementsprechend hoch.
So war unter anderem der mehrmalige Weltmeister Martin Hölle am Start. Der Ungar wurde seinem Favoritenstatus mehr als gerecht, er hatte die kombinierte Wertung der CAI3* Zweispänner nach Siegen in allen drei Teilprüfungen vor dem Österreicher Alexander Bösch sowie dem Schweizer Bruno Meier gewonnen. Bei den CAI3*-Einspännern siegte Anne Unzeitig, die nach Platz drei in der Dressur und Platz zwei im Gelände, mit einem beinah tadellosen Kegelparcours den Sack zu machte. Kelly Houtappels-Bruder, für Kanada am Start, belegte Rang zwei. Der Schweizer Mario Gandolfo wurde Dritter.
Baden-Württembergs Fahne hielt Anna Genkinger hoch. Mit ihrer bunten Fuchsstute Bella Donna fuhr die 26-jährige Fahrerin aus Pfalzgrafenweiler zum Sieg in der Drei-Sterne-Prüfung der Pony-Einspänner. Nach einem nicht ganz optimalen Start in der Dressur (Rang elf) arbeitete sich Genkinger mit Rang eins im Gelände und schließlich dem Sieg im Hindernisfahren ganz an die Spitze. Auch die weiteren Treppchen blieben in Deutschland: Sandra Schäfer wurde Zweite, Niels Grundmann Dritter. Edwin Kiefer hatte mit bärenstarken 50,11 Punkten die Dressur gewonnen, rutschte in Gelände und Kegelparcours allerdings nach hinten auf Rang 13 der Kombi-Wertung ab.
Bei den Pony-Zweispännern siegte Antonia Brechtken für die schwarz-rot-goldene Equipe. Birgit Kohlweiß aus Weil der Stadt fuhr auf Rang sieben. Erfreuliche Nachrichten für das Ländle auch auf Zwei-Sterne-Niveau: Jochen Weber musste lediglich der Schweizerin Lea Schmidlin den Vortritt lassen. Er hatte sowohl das Gelände, als auch den Hindernisparcours für sich entschieden. Philipp Stolzenberger entschied mit Galileo die Pony-Junioren-Prüfung für sich. Der 15-jährige Fahrer aus Sandhausen hatte äußerst souverän alle drei Teilbewerbe gewonnen.
In der nächsten Ausgabe des Reiterjournals blicken wir hinter die Kulissen des Turnierklassikers in Bühl. Die Turnierleiter Henning Lemcke und Gattin Dr. Laura Oberlin gaben der Reiterjournal-Redaktion spannende Einblicke am Rande der sportlichen Wettbewerbe. (akb)
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