Winterlingen: Starker Auftakt im IWEST Dressur Cup
Endlich ist die beliebteste Dressurserie im Ländle in eine neue Saison gestartet und wie. Gleich vier Reiter knackten die 70-Prozentmarke und 68 Prozent reichten nicht mehr für eine Platzierung. Der IWEST Dressur Cup bildet mittlerweile über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus für etliche Dressurreiter ein echtes Saisonhighlight. Bei den Winterlingen Winners steht an diesem Wochenende die erste Qualifikation an. In der Einlaufprüfung hatte heute der bayerische Erfolgsreiter Franz Trischberger mit Sarotti die Nase vorn.
Gleich zu Beginn der Intermediaire I setzte Franz Trischberger im Sattel seiner IWEST Cup Siegerin von 2021, der 15-jährigen Stute Sarotti N, ein echtes Ausrufezeichen. „Die Morgenstunden sind eigentlich nicht ihre Lieblingszeit, aber heute hat sie wirklich eine schöne Runde gezeigt“, schwärmte Franz Trischberger nach der Prüfung. Nach einer schwungvollen Trabtour folgte eine Galopptour mit lauter Highlights, wie beispielsweise toll ins Bergauf gesprungene Serienwechsel oder gut zentrierte Galopppirouetten. Die Richter belohnten die Runde mit 73,8 Prozent. Die Zweitplatzierte Tina von Briel sorgte im Sattel ihres neunjährigen Wallachs Tallahassee für eine ordentliche Überraschung. „Ich wusste, dass er das alles kann. Dennoch hätte ich nicht erwartet, dass unsere erste Intermediaire I gleich so gut klappt“, beschreibt Tina von Briel. Mit Highlights in gut zentrierten Galopppirouetten und toll nach oben gesprungenen Serienwechseln punkteten sie sich zu 71 Prozent. Ein versprungener Galoppwechsel nach der zweiten Galopppirouette kostete sogar noch Punkte. Der Sieger des letztjährigen Finales im IWEST Dressur Cup landete heute auf dem dritten Platz. In diesem Jahr setzt er nicht auf seinen Treffingers Superstition, sondern auf seine zehnjährige Württembergerin Francis Royal (Z.: Hans-Jörg Wiederkehr-Graden). Auf eine ausdrucksvolle Trabtour folgten Fehler in den Zweierwechseln sowie ein Angaloppieren in einer Trabverstärkung. Am Ende standen gute 70,3 Prozent auf der Anzeigetafel. Yara Reichert mit Damora (70,3 Prozent) und Stefanie Lempart mit Latifa (Z.: Ralf Müller) folgten auf den Plätzen vier und fünf. Letztere riskierte wahrlich alles und punktete sich zu 69,5 Prozent, wobei der Galoppwechsel nach dem starken Galopp misslang. Auch Anja Plönzke mit Inandor, Anna-Lisa Stotmeister mit Beckham, Myriam Anhalt mit Rocco Granata sowie Ann-Cathrin Rieg mit Steendieks Derrick durften sich ebenso über eine Platzierung freuen. Insgesamt sah man ein erfreulich starkes Niveau. Dabei zeigten auch einige Nachwuchsreiter, wie Leonie Moll, Lisa und Frederik Leon Steisslinger schöne Runden und schafften es in die morgige Kür. (msb)
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