Treffingers schwarze Lady wird immer besser
Er kann Rückenwind gut gebrauchen, wenn er in zwei Wochen nach Warendorf zum Preis der Besten fährt. Diesen Rückenwind gab es jetzt am Sonntag für Moritz Treffinger beim Dressurturnier in Zaisenhausen, das nach einem verregneten Auftakt am Freitag nun sehr gute Bedingungen bot. Am Sonntag schrieben die Kraichgauer das Turnierfinale sogar in einer Intermediare I auf Zwei-Sterne-Niveau aus.
Moritz Treffinger siegte auf seiner Württemberger Stute Francis Royal wie schon im Vortag mit über 71 Prozent der Punkte. Dieses Erfolgserlebnis kann Baden-Württembergs bester Junger Reiter gut gebrauchen, denn die Franziskus-Tochter wollte er in Warendorf eigentlich gar nicht starten. Aber sein iWest-Sieger Superstition war bei einer der beiden Sichtungen in Kronberg vor wenigen Wochen einmal unpässlich, so dass die zehnjährige schwarze Lady aus der Zucht von Hansjörg Wiederkehr in Wangen/Allgäu auserwählt wurde. Eigentlich war sie für solche Anforderungen gar nicht vorgesehen; jetzt muss sie ran.
In Zaisenhausen präsentierte sie sich in aufsteigender Form, präzise und fein vorgestellt von ihrem Reiter, der sie seit ihrer Fohlenzeit kennt. Jetzt muss und wird sie sich am Ort der Reiterzentrale messen. Dort geht es um nicht weniger als um einen Platz im Bundeskader und ein Ticket zu den Europameisterschaften.
Treffinger ließ am Sonntag den routinierten Profi Pieter van der Raadt hinter sich, der gewohnt präzise den zuverlässigen Remy Martin vorstellte. Auf Rang drei landete Stephi Witzemann aus Winterlingen; ihr fehlt noch ein Zwei-Sterne-Sieg zum Goldenen Reitabzeichen. Auf dem vierten Platz landete Saskia Löwel mit Fürstenballerina Live, für die in Zaisenhausen noch ein besonderer Moment folgte. Amateur-Landesmeisterin Christine Eberbach mit Donna de Luxe wurde Fünfte (rok/Foto: Jessica Konrad)
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