Richard Vogel im Wechselbad der Gefühle
So ist es im Sport, Freud und Leid liegen oft nah’ beieinander: Das bekam Richard Vogel, Baden-Württembergs Nummer eins, jetzt zu spüren. Einen Tag bevor seine Nominierung für das Weltcup-Finale in Omaha/USA bekannt gegeben wurde, sorgte de Meldung für Aufsehen, dass er vier seiner aktuell besten Pferde an den Schweizer Steve Guerdat abgeben muss: Looping Luna, Caracho, Cecker und Caramba. Insbesondere in die jetzt neunjährige Stute Looping Luna setzte der 25-jährige gebürtige Schwabe auch Championatshoffnungen. „Ich gehe davon aus, dass ich sie weiterreiten kann“, erklärte Vogel im vergangenen Herbst im Reiterjournal-Interview.
Jetzt kam es anders: Die Schweizer Besitzer holten die vier Pferde in die Schweiz, um häufiger beim Training zuzuschauen. „Wir sind Richard Vogel, David Will und ihrem tollen Team sehr dankbar für die erfolgreiche Zusammenarbeit und wir behalten die gemeinsame Zeit in toller Erinnerung“, so Kevin Murphy und Andrea Siegrist. „Ich bin natürlich traurig, dass die Zusammenarbeit jetzt zu Ende ist. Aber ich bin der Familie Murphy auch wirklich sehr dankbar und auch stolz, dass ich diese Pferde reiten durfte. Ohne ihre Unterstützung und diese tollen Pferde wäre meine Karriere sicher anders verlaufen“, so wird Richard Vogel auf spring-reiter.de. zitiert – so trennt man sich im Guten.
Unterdessen bereitet sich der aktuell 69. der Weltrangliste auf sein erstes Weltcup-Finale vor, das über Ostern in den USA stattfindet. Bundestrainer Otto Becker hat Vogel mit dem Hengst United Touch nominiert, mit dem er im November das Weltcup-Springen in Stuttgart gewonnen hat. Zum deutschen Team in Omaha gehören außerdem Daniel Deußer/Killer Queen, Aachen-Sieger Gerrit Nieberg/Blues D’Aveline, Janne-Friederike Meyer-Zimmermann/La Coruna und Marcus Ehning/Stargold.
Richard Vogel ist der dritte Springreiter aus Baden-Württemberg, der es in ein Weltcup-Finale schafft. 2013 hatte sich Hans-Dieter Dreher mit Embassy II qualifiziert, 2016 der junge Niklas Krieg mit Carella. Er wurde damals sogar sensationell Fünfter (rok/Foto: Doma).
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