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Sonntag, 05.03.2023 um 12:50

Braunschweig: Sebastian Honold holt Bronze im HGW-Bundesnachwuchschampionat

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Sebastian Honold ist zweifelsohne DIE Überraschung des Wochenendes! Nicht nur, dass der 17-jährige Springreiter aus Memmingen die Einlaufprüfung des HGW-Bundesnachwuchschampionats souverän mit einer Wertnote von 8,7 am Freitag für sich entschied, auch heute am Finaltag lieferte er ab und wurde dafür mit einem hochverdienten dritten Platz im Bundesnachwuchschampionat Deutschlands bester Junioren belohnt.

Unglaublich souverän und versiert sprang Sebastian Honold auch heute den Parcours der Stilspringprüfung der Klasse M**. Sein zwölfjähriger Bayern-Wallach Lacrosse machte toll mit, sprang konzentriert jede Klippe und reagierte blitzschnell auf die Hilfen seines Reiters. Die Jury kam ins Schwärmen nach Honolds Runde, lobten vor allem die Übersicht des Reiters im Parcours und dass er immer alles richtig im richtigen Moment mache. „Du strahlst vollkommen zurecht“ schloss die Jury ihre Bewertung ab und vergab als i-Tüpfelchen die Traumnote von 9,2. Nur die später gekürte Siegerin, Bayerin Emma Bachl, kam mit einer 9,5 im Gepäck mit einer noch höheren Wertnote aus dem ersten Umlauf.

Die besten Vier des ersten Umlaufs schafften es in das mit Spannung erwartete Finale mit Pferdewechsel. Dort musste Sebastian Honold als dritter Starter dann das Pferd der bis dato drittplatzierten Eva Kunkel reiten. Den Finalisten blieben vor dem zweiten Umlauf nur wenige Minuten zur Vorbereitung. In der Prüfungshalle durften sie vier kleinere Sprünge machen, bevor es ernst wurde, danach ging es erneut über den Parcours der Stilspringprüfung der Klasse M**. Ganz behutsam hatte sich Sebastian Honold auf den nicht ganz einfachen Fuchs Lloyd seiner Konkurrentin eingelassen. Der erst achtjährige Lord Pezi Junior-Nachkomme macht es dem Spross mit familieneigenen Ausbildungsstall in Memmingen nicht allzu einfach. Honold hatte alle Hände voll zu tun Lloyd zusammen und in der Spur zu halten, musste ein Mal einen Galoppsprung mehr machen als gefordert, um einen Fehler in der Kombi zu verhindern. Insgesamt brachte Honold 17,1 Punkte ins Ziel. Nach der 9,2 in der ersten Runde, hatte die Jury den zweiten Umlauf mit 7,9 bewertet. Damit war ihm Bronze sicher. Emma Bachl darf sich seit heute HGW-Bundesnachwuchschampionesse nennen. Die 15-jährige Amazone aus Postmünster hatte sich mit 18,0 Punkten vor die zweitplatzierte Eva Kunkel gesetzt.

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Auch die weiteren baden-württembergischen Teilnehmer wussten zu überzeugen und bewiesen, dass sie sich ihre Finalplätze verdient hatten - auch wenn das Glück heute nicht gänzlich auf der Seite der schwarz-goldenen Equipe um Landestrainer Uli Collée lag. Mit einer Wertnote von 8,2 wusste Nick Armbruster mit seinem Holsteiner Cincinnati zu gefallen. Armbruster war sehr vorsichtig in den Parcours gestartet, fand im Verlauf der Runde aber immer mehr seinen Rhythmus. Ein Mal klapperte es hörbar, doch es blieb alles liegen und sein bildschöner Casall-Nachkomme reagierte prompt. Mit einer Grundnote von 8,5 kann auch Lina Heinzler zufrieden auf ihr Wochenende in Braunschweig zurückblicken. Im Sattel ihrer KWPN-Stute zeigte die 15-jährige Schülerin von Sönke Aldinger einen makellosen Parcours. Am letzten Sprung passierte dann ein ärgerlicher Fehler, der in der Endabrechnung eine 8,0 machte. Diese bekam auch Joel Ehinger mit seiner Holsteiner Stute Borita. Die Jury lobte Ehingers sicheres Distanzgefühl, mahnte aber das etwas zu hoch gewählte Grundtempo an. Er hatte tatsächlich auch die schnellste Zeit. Noch eine 8,0 gab es für Greta Völker und ihre Hannoveraner Stute Victoria. Die ehemalige Nürnberger Burg-Pokal Finalsiegerin sprang eine harmonische Runde, ließ aber beim Aussprung der Kombination eine Stange in den Sand fallen. Auch hier wurde aus einer 8,5 eine 8,0 in der Endabrechnung.

Cecilia Huttrop-Hage, die auf Platz zwei in der Einlaufprüfung durchaus zu den Favoriten zählte, musste heute im Sattel von Sir Shutterfly Sein Sohn H.H ebenfalls einen Fehler in Kauf nehmen. Auch das Paar des Hofguts Albführen traf es ausgerechnet am letzten Sprung. Dennoch zeigte sich der 14-jährige Westfale unter der ebenfalls erst 14-jährigen Springreiterin nicht so souverän wie schon gesehen, so stand in der Endabrechnung eine 7,5 nach Abzug des Springfehlers. Arwen-Charlotte Thaler und Duitama kamen unglücklich in die Kombi, woraus ein Fehler am Einsprung resultierte. Die Grundnote von 7,8 schmälerte sich so auf eine 7,3 in einem enorm starken Teilnehmerfeld. Karla Schumachers Christof startete vielversprechend in den Parcours, legte auf der Schlusslinie dann aber einen Stopp ein. Die glänzende Pferdchen-Skulptur auf dem Sprung schien ihm nicht Geheuer, ein weiterer Fehler folgte. Die Jury entschied sich daher die Runde als Trainingsrunde zu werten und verzichtete auf eine Benotung. (akb)

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