Südbadens Ideen gegen „Splittervereine“
Der Regionalverband Südbaden will mit neuen Konzepten und Ideen gegen die Aufsplitterung der Vereinsszene und gegen die Gründung von Kleinvereine vorgehen. Die Regionalversammlung der Südbadischen Reitervereine hat am Samstag in Offenburg einstimmig eine Satzungsänderung beschlossen, nach der neu gegründete Vereine eine Aufnahmegebühr von 750 Euro einzahlen müssen, um Mitglied im Pferdesportverband zu werden.
Das Verbandspräsidium war über die Einstimmigkeit unter den Mitgliedsvereinen selbst überrascht. „Wir wollen eine Diskussion anstoßen“, erklärte Vize-Verbandspräsident Marc Zehntner. Zuvor hatte Geschäftsführer Martin Frenk erläutert, dass sich immer mehr Kleinvereine von großen Vereinen abspalten und den „Mutterverein“ damit schädigen. Diese Splittervereine seien meistens in Wirklichkeit private Reiterhöfe, die sich als Verein Privilegien erhoffen aber keine Vereinsaufgaben wie Jugendarbeit oder Reitturniere anbieten. Dieser Trend schade dem Reitsport, erklärte auch Südbaden-Präsident Hans-Jürgen Schnebel.
Im Zuge der Regionalversammlung gab es auch bedeutende Ehrungen. Geschäftsführer Martin Frenk, der die Verbandsgeschäftsstelle seit vielen Jahren ehrenamtlich führt, wurde vom Landessportverband mit der Goldenen Ehrenmedaille ausgezeichnet. Und Ursula Röderer, die gute Seele und langjährige Vorsitzende des Reitclub Bodenseereiter e.V. Radolfzell , bekam für langjährigen Einsatz die Verbandsehrennadel in Gold überreicht (weiterer Bericht im nächsten Reiterjournal). rok
Fotos: D.Matthaes
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