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Donnerstag, 08.09.2022 um 00:00

Wenn das Pferd in die Jahre kommt…

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Früher voller Energie und Tatendrang, heute ruhiger und gemächlich: Beim alternden Pferd ändert sich vieles. Wie aber äußert sich der Alterungsprozess? Und vor allem: Was können wir für unsere Tiere tun, damit sie auch in ihrer Seniorenzeit fit und beweg­lich bleiben und wir gemeinsam noch viel Freude haben? Eine wichtige Voraussetzung dafür ist ein stabiler, gesunder Bewegungsapparat. Und um diesen zu erhalten, können wir zum Glück einiges tun.

Altern ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher Prozess. Genau wie bei uns Menschen be­trifft er auch bei Pferden nach und nach sämtliche Lebensbereiche. Erste Alterserscheinungen erkennen wir vielleicht an den ersten grauen Haaren oder nachlassender Bewegungsfreude. Weniger offensichtliche Anzeichen können geringerer Appetit, Zahnprobleme, Gewichtszu­nahme oder häufigere Infekte sein, weil die Abwehrkräfte schwächer werden. Trotz allem be­schreiben viele Pferdebesitzer das Leben mit einem Senior als besondere Erfahrung, weil die Beziehung inniger und intensiver wird. Die gute Nachricht: Wenn wir unseren Liebling eng begleiten, aufmerksam beobachten und gezielt unterstützen, kann der Herbst des Pferdele­bens zu einer wunderschönen Zeit für Vier- und Zweibeiner werden.

Wie das Knirschen ins Gelenk kommt

Lebensfreude bedeutet für Pferde vor allem Bewegung. Da sich auch der Bewegungsapparat mit den Jahren verändert, steht er beim älteren Pferd im Fokus. Besonders gilt dies für die Gelenke, deren als „Stoßdämpfer“ dienende Knorpelschicht sich zunehmend abnutzt und an Elastizität verliert. Gleichzeitig wird weniger Gelenkflüssigkeit, auch Gelenkschmiere genannt, produziert. All diese Veränderungen führen dazu, dass Schäden am Knorpel entstehen kön­nen. Die Reibung im Gelenk verursacht Schmerzen und wiederkehrende Entzündungen för­dern den Abbau des Knorpels zusätzlich. Ein Teufelskreis! Schlecht ausgeheilte Verletzungen, über- und fehlbelastete Gelenke sowie Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen die­sen Prozess, da der Gelenkknorpel wie ein Schwamm funktioniert: Nur durch regelmäßige Be- und Entlastung nimmt er Gelenkflüssigkeit auf, die ihn mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Ohne Bewegung schreitet Arthrose deshalb schneller voran.

Wie zeigt sich Arthrose beim Pferd?

Am Anfang einer Arthrose merken Besitzer*in und Pferd meist noch nicht viel. Vielleicht braucht das Tier etwas mehr Zeit zum Warmwerden oder beim Beschlagen fällt auf, dass es die Hufe nicht mehr so gut hochhalten kann. Schreitet der Knorpelabbau voran, werden die Probleme unübersehbar: Oft kommt es zu deutlichem Einlaufen, Problemen beim Hinlegen, Schwierigkeiten in engen Wendungen, beim Durchparieren oder in der Versammlung. Auch Unwilligkeit oder unerklärliche Fehler am Sprung bei einem eigentlich routinierten Pferd können auf die Erkrankung hindeuten. Ausgeprägte Fälle von Arthrose mit deutlichen Entzün­dungsproblemen äußern sich fast immer in Lahmheit.

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Bei der Arthrose-Therapie immer an Knorpelschutz denken

Beim Verdacht auf Arthrose kann die Tierärztin oder der Tierarzt mittels Begutachtung in der Bewegung, gründlichem Abtasten und bildgebenden Verfahren eine genaue Diagnose stellen und eine geeignete Therapie einleiten. Zwar ist Arthrose nicht heilbar, weil der Knorpel dauer­haft geschädigt wird – sie kann aber behandelt werden. Weil die Therapie in der Regel für den Rest des Lebens notwendig bleibt, sollte sie gut verträglich, einfach anzuwenden und möglichst nebenwirkungsfrei mit anderen Produkten bzw. Arzneimitteln kombinierbar sein. Wichtig ist, dass die Behandlung nicht allein auf die Linderung von Schmerzen und Entzündungen abzielt. Vielmehr sollte sie auch den Gelenkknorpel und damit die Beweglichkeit des Pferdes so lange wie möglich erhalten und schützen. Neben einer klas­sischen Schmerztherapie empfiehlt sich als Langzeittherapie deshalb die zusätzliche Gabe von Tierarzneimitteln, die den Gelenkknorpel schützen. Hier hat sich z. B. das biologische Tierarzneimittel Zeel ad us. vet. bewährt (verfügbar als Ampullen und Tabletten): Seine aufei­nander abgestimmten Inhaltsstoffe wie z.B. Beinwell und Arnica besitzen entzündungshem­mende, schmerzstillende, vor allem aber auch knorpelschützende und regenerative Eigen­schaften.

Was tut dem Pferd mit Arthrose gut?       Da der Gelenkknorpel nur durch Be- und Entlastung ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird, brauchen Pferde mit Arthrose kontinuierliche Bewegungsmöglichkeiten – sei es auf der Weide oder einer Auslauffläche, im Bewegungstrail, unter dem Sattel oder durch Bodenarbeit. Daneben sollten auch Ruheplätze vorhanden sein, die das Tier zur Entlastung der Beine ein­laden. Gerade in Gruppenhaltung ist dabei unbedingt auf die Herdenkonstellation zu achten: Viele rangniedrige alte Pferde wollen sich zum Ruhen nicht mehr hinlegen, weil ihnen die Arth­rose Probleme beim Aufstehen bereitet. Die Hufbearbeitung muss gezielt auf Gelenk-Entlas­tung hin erfolgen und Übergewicht sollte mit einer entsprechenden Fütterung abgebaut bzw. vermieden werden, wobei immer auf eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Nähr­stoffen zu achten ist. Solange der Zustand des Tiers es zulässt, hilft Arbeit unter dem Sattel und am Boden beim Erhalt bzw. Wiederaufbau der Muskulatur, ggf. unterstützt durch manuelle Therapie und Physioübungen. Grundsätzlich gilt es, ausreichende Aufwärmzeiten einzubauen und Kaltstarts auf der Weide zu vermeiden.

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