Kalli und Jogi auf Augenhöhe
Es war noch einmal eine große Stunde für Reitmeister Karl-Heinz Streng am Freitagabend im Stuttgarter Porsche-Museum. Für sein Lebenswerk wurde der Mosbacher wenige Monate nach seinem 80. Geburtstag vom baden-württembergischen Landessportverband im Rahmen der Veranstaltung„Trainer des Jahres“ besonders gewürdigt. Streng ist überhaupt erst der zweite Reiter, der bei „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet wird. 2012 wurde Joachim Jung nach der ersten olympischen Gold-Medaille seines Sohnes Michael geehrt.
Mit diesem Titel ist „Kalli“ Streng nun auf Augenhöhe mit keinem Geringeren als dem früheren Fußball-Bundestrainer „Jogi“ Löw, der aus Anlass der 25. Trainerpreisverleihung den Jubiläumspreis bekam. Als „Trainer des Jahres 2021“ wurde Armen Mkrtchyan (Freiburg) vor 180 Gästen in Stuttgart geehrt. Der gebürtige Armenier führte Ringerin Aline Rotter-Focken im vergangenen Jahr zum Olympiasieg. Ein Sonderpreis wurde an Rudi Sonnenbichler (Hoffenheim), Bundestrainer Sitzvolleyball, übergeben. Mit dem Sonderpreis des LSVBW ehrte Präsidentin Elvira Menzer-Haasis das Schanzenteam des Skisprung-Weltcups in Titisee-Neustadt stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Organisations-teams im Land, die Veranstaltungen auf Weltniveau durchführen. „Beim Trainerpreis können nur einzelne Personen ausgezeichnet werden“, sagte Theresa Schopper. Und die Kultus- und Sportministerin fügte an: „Aber Dank, Anerkennung und Respekt für das Engagement hat jede Trainerin und jeder Trainer verdient – vom Freizeit- bis zum Spitzensport, im Ehren- und im Hauptamt.“
„Kalli“ Streng verhielt sich auch bei der Preisverleihung so, wie man ihn kennt. Er nahm den Preis entgegen, aber um 23 Uhr saß er schon wieder im Auto und fuhr in Richtung Warendorf. Dort kam er mitten in der Nacht an, um am nächsten Morgen seine Schülerinnen beim „Preis der Besten“ zu trainieren (rok/Foto: LSVBW)
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