Mit Ausnahmepferden zum Doppelsieg im Nürnberger Burgpokal
Neuer Tag, neues Glück – das galt heute für die Qualifikationsprüfung des Nürnberger Burgpokals. Doch auch heute führte an der Schweizerin Andrina Sutter kein Weg vorbei. Die 30-jährige Berufsreiterin stellte zwei wirkliche Ausnahmepferde vor. An beiden Tagen setzte sich der erst siebenjährige Westfale Briatore gegen sein Stallkollegen, dem neunjährigen Del Curto durch. In der Prüfung von Briatore jagte ein Highlight das Andere. Der siebenjährige Wallach besticht durch sehr viel Ausdruck und Go, sowie einer schon jetzt enormen Lektionssicherheit. Besonders hervorzuheben sind die sehr präzisen Übergänge. Am Schluss standen starke 76,5 Prozent auf der Ergebnistafel. Doch das Ergebnis von seinem Stallkollegen Del Curto muss sich mit 74,7 Prozent ebenso nicht verstecken. Der neunjährige Wallach besticht durch ein sehr gut drunter fußendes Hinterbein. Highlights waren u.a. die Serienwechsel-Touren mit toll bergauf gesprungenen Galoppwechseln. Auf Platz drei folgte Raphael Netz mit dem neunjährigen Württemberger-Hengst Dieudonné. Die Beiden steigerten sich heute enorm. Denn gestern wollte der Hengst mehrfach im Schritt anpiaffieren und zeigte, dass er ein unbegrenztes Potenzial besitzt. Für seine heutige Vorstellung erhielt das Paar 71,5 Prozent, wobei die Highlights u.a. in einer sehr fließenden und schwingenden Trabtour lagen. Insgesamt ist Dieudonné ein sehr aktives Pferd, das „weg“ vom Boden möchte. Mit mehr Routine kommt auch der gewünschte Fleiß in der Versammlung. Auf dem vierten Platz rangierte die gestrige Drittplatzierte Annabel Frenzen mit Herzdame (70,7 Prozent). Die neunjährige Stute ist ein sehr elastisches und williges Pferd. Nach einer sehr schön abfußenden und ausdrucksstarken Trabtour, verlor das Paar heute in der Galopptour wertvolle Punkte. Hier gab es eine Stockung bei der Rückführung aus dem Mittelgalopp und die Pirouetten hätten etwas zentrierter sein können. Auf dem fünften Rang folgte die Dänin Mathilde Koefoed-Nielsen mit Blue Hors Odin Unik und 70,2 Prozent. Nach der Richterin Katrina Wüst hätte dieses Pferd heute die Auszeichnung für das beste Rückwärtsrichten erhalten. Außerdem besticht Blue Hors Odin Unik durch Leichtfüßigkeit. In der Galopptour könnte er noch aktiver unterspringen, damit besonders bei den Wechseln die Kruppe unten bleibt.
Beste Baden-Württembergerin war heute wiederum die routinierte Berufsreiterin Renate Gohr-Bimmel und ihre achtjährige Stute Lausanne. Das Paar erhielt 69,5 Prozent, wobei die Highlights der Prüfung in den toll bergauf gesprungenen fliegenden Galoppwechseln sowie in der enormen Elastizität der Trabmechanik lag. Insgesamt wurde die Stute heute immer wieder eng in der Halsung und in den Pirouetten ist noch mehr Lastaufnahme erwünscht. Knapp dahinter folgte der Junge Reiter Moritz Treffinger und sein Superstition (69,2 Prozent). Sein neunjähriger Wallach konnte sich heute immer noch nicht voll und ganz mit dem Viereck anfreunden. So drehte Schnappie in der ersten Trabverstärkung um. Moritz Treffinger konnte ihm immer wieder die erforderliche Sicherheit geben, wodurch die absoluten Highlights in den toll zentrierten und durchgesprungenen Galopppirouetten sowie in den Serienwechseln lagen. Hinter Treffinger platzierte sich Luka Nina Hohmann mit Fürst Rubin und 68,0 Prozent. Dieses sympathische Paar bestach durch seine Lässigkeit. Insgesamt wünschte man sich noch mehr Aktivität aus der Hinterhand. Ebenso verlor das Paar wertvolle Punkte in den Galopppirouetten, in welchen der neunjährige Wallach nicht vor dem inneren Bein stand.
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