"Inter A" der Überraschungen
Die Intermediaire A für die Nachwuchspferde bei den Pforzheimer Dressurtagen wurde zu einer Prüfung voller Überraschungen, weil sich einige Paar erstmals in den Drei-Sterne-Bereich gewagt hatten. Die Szene ist dynamisch im Moment. Wobei der Sieg von Jasmin Schaudt und ihrem neunjährigen Vitalis-Sohn Vanotti keine Überraschung war: Der kapitale Braune siegte schon in seiner zweiten Zwei-Sterne-Prüfung in diesem Jahr. Die Prozentausbeute lag mit 71,35 Prozent deutlich vor den anderen Paaren. Lediglich Gotthilf Riexinger hatte in der Jury einen anderen Sieger; er kritisierte die lange Zügelführung und den sichtbaren Gerteneinsatz der Reiterin.
Andreas Platzdasch sorgte für die erste Überraschung, als er den 13-jährigen Rookie, eigentlich sein Verlasspferd der Kleinen Tour, sauber auch in Piaffen und Passagen präsentierte. Er landete mt 68,8 Prozent (und bei Riexinger sogar auf Rang eins) punktgleich mit Meike Lang und dem Württemberger Ferrabeau (aus der Zucht von Anja Riß) auf Rang zwei. Dahinter platzierte sich sensationell die junge Ilsfelderin Madlin Zott bei ihrer Drei-Sterne-Premiere im Sattel ihrer selbst ausgebildeten Stute Quadrofina, zehn Jahre alt aus der Zucht von Klaus Pfrommer. Die Reiterin trainiert bei Dagmar Melwitz und zeitweise bei Eberhard Geiger. Sie selbst war überglücklich und überrascht von dem Erfolg. Die Stute zeigte Passagen auf beachtlichem Niveau. Spannend, wie es mit dem Paar weitergeht. Madlin Zott ist Lehrerin und unterrichtet an einem Stuttgarter Gymnasium Mathematk und Sport. Quadrofina ist ihre aktuelle Musterschülerin.
Ein erfolgreiches Drei-Sterne-Debüt gelang auch Sabrina Linsenmaier aus Essingen im Sattel des bildhübschen Württemberger Hengstes FBW Fiorenzo, auch sie lupenreine Amateurin. Der Landeschampion des Jahres 2016 ist mittlerweile übrigens gekört und für die Zucht zugelassen (rok/Fotos: Doris Matthaes).
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